Claus-Dieter Schulz (* 9. Februar 1924 in Berlin; † 19. August 2004 in Koblenz) war ein deutscher Zahnarzt und Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Leben Schulz, Sohn eines Rektors, trat nach dem Abitur am 1. Juli 1942 als Offizieranwärter bei der Panzer-Ersatz-Abteilung 5 in Neuruppin, wo er bis September 1942 diente, in die Wehrmacht ein. Von April bis Juni 1943 wurde er als Panzerladeschütze und Panzerrichtschütze in der 8. Kompanie des Panzer-Regiments 29 im Raum Orel in der Sowjetunion eingesetzt. Am 1. Juli 1944 wurde er zum Leutnant befördert, war von November 1944 bis Februar 1945 Zugführer in der 5. Kompanie des Panzer-Regiments 29 im Raum Kurland, von Februar bis März 1945 Ordonnanzoffizier in der Panzer-Brigade Kurland und von März bis Mai 1945 erneut Zugführer in der 5. Kompanie des Panzer-Regiments 29 im Raum Kurland. Von Mai 1945 bis Dezember 1946 war er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.Range 2013 a. a. O.Sadlowski 1982 a. a. O.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durchlief Schulz von Oktober 1947 bis Oktober 1948 eine Ausbildung als Dentistenpraktikant. Von November 1948 bis 1952 studierte er Zahnmedizin an der Freien Universität Berlin. Am 12. Juli 1952 erfolgte die Approbation zum Zahnarzt und am 17. November 1952 die Promotion zum Dr. med. dent. Von August 1952 bis April 1953 war er wissenschaftliche Hilfskraft an der Freien Universität Berlin und von Mai 1953 bis April 1962 Jugendzahnarzt und Gutachter im öffentlichen Gesundheitswesen beim Bezirksamt Tempelhof von Berlin.

Am 2. Mai 1962 trat Schulz als Stabsarzt in die Bundeswehr ein und war bis Juli 1962 Arzt in der Zahnstation der Standortkommandantur in Dillingen an der Donau. Von August 1962 bis März 1963 leitete er die Krankenpflegestation (Krankenpflegeschule) in Glückstadt, war von April 1963 bis September 1965 Chef des Chirurgischen Lazaretts 462 in Itzehoe, wurde 1965 zum Oberstabsarzt befördert, war von Oktober 1965 bis September 1969 Hilfsdezernent im Truppenamt in Köln, von Oktober 1969 bis September 1975 stellvertretender Kommandeur des Sanitätskommandos 3 in Koblenz, wurde 1970 Oberfeldarzt, war von Oktober 1975 bis September 1977 Divisions-Zahnarzt der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim, wurde 1977 Oberstarzt und war von Oktober 1977 bis März 1981 Dezernent für Zahnmedizin im Sanitätsamt der Bundeswehr in Bonn.

Im April 1981 wurde Schulz zum Generalarzt ernannt und Inspizient Zahnmedizin der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Mit Ablauf des März 1984 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Schulz war verheiratet, römisch-katholisch und hatte eine Tochter sowie einen Sohn. Er starb 2004.

Auszeichnungen 1945: Eisernes Kreuz II. Klasse 1945: Panzerkampfabzeichen 1945: Verwundetenabzeichen in Schwarz 1984: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Generalarzt (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Sowjetunion Kategorie:Leutnant (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1924 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann