Paul Böttcher (* 12. November 1898 in Stargard, PommernPaul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1960. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 68. Jg., Berlin 1960, S. 50 (Gedenktage und Jubiläen).; † 1984Ulrich: Theater, Tanz und Musik im Deutschen Bühnenjahrbuch.) war ein deutscher Schauspieler und Theaterintendant.

Leben Paul Böttcher wuchs in Ostpommern auf. Er begann seine Bühnenlaufbahn in der Spielzeit 1919/20 am Stadttheater Stargard, wo er bis 1922 blieb.Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1921. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 32. Jg., Berlin 1921, S. 686 (Register).Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1922. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 33. Jg., Berlin 1922, S. 610 und S. 692 (Register). Im Sommer 1923 trat er beim gastierenden „Neuen Operettentheater Iserlohn“ in Operetten von Walter Bromme, Walter Kollo und Robert Stolz auf.Schäm Dich - Lotte. Besetzung. In: Iserlohner Kreisanzeiger vom 25. Juni 1923, Seite 4.Der verjüngte Adolar. Besetzung. In: Iserlohner Kreisanzeiger vom 2. Juli 1923, Seite 4.Die Tanzgräfin. Besetzung. In: Iserlohner Kreisanzeiger vom 8. August 1923, Seite 4. In der Spielzeit 1923/24 war er an der „Schlesischen Landesbühne“ in Bunzlau verpflichtet.Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1924. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 35. Jg., Berlin 1924, S. 169 und S. 457 (Register). In der Spielzeit 1924/25 folgte ein Engagement am „Mitteldeutschen Städtebundtheater“ in Staßfurt-Leopoldshall.Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1925. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 36. Jg., Berlin 1925, S. 487 und S. 565 (Register). In der Spielzeit 1925/26 war er an der „Pommerschen Landesbühne“ in Stargard als Direktor-Stellvertreter, Spielleiter, Schauspieler und Sänger engagiert.Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1926. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 37. Jg., Berlin 1926, S. 531 und S. 609 (Register).

Weitere künstlerische Stationen waren das Lustspielhaus München, das Trianon-Theater der Rotter-Bühnen in Berlin und das Operettentheater Duisburg.Duisburger Operettentheater. In: Duisburger General-Anzeiger vom 25. Januar 1927, Seite 4.Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1928. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 39. Jg., Berlin 1928, S. 267. 1927 wirkte Böttcher beim Duisburger Operettentheater als Millionärssohn in der Erstaufführung der Operette Donnerwetter – Ganz famos von Walter Bromme und als Privatsekretär in der Biedermeier-Operette Die vier Schlaumeier von Walter Wilhelm Goetze mit.Duisburger Operettentheater: „Donnerwetter – Ganz famos“. Aufführungskritik. In: Rhein- und Ruhrzeitung vom 31. Januar 1927. Seite 3.Operettentheater Holtschneider: „Die vier Schlaumeier“. Aufführungskritik. In: Rhein- und Ruhrzeitung vom 24. Februar 1927. Seite 14 In der Spielzeit 1928/29 war er am Stadttheater Mittweida verpflichtet.Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1929. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 40. Jg., Berlin 1929, S. 535 und S. 692 (Register).Den Vorhang hoch!. In: Frankenberger Tageblatt vom 20. Oktober 1928, Seite 10. Er übernahm dort eine der Hauptrollen in der Operette Olly-Polly von Walter Kollo.Erstes Gastspiel des Mittweidaer Stadttheaters. Aufführungskritik. In: Frankenberger Tageblatt vom 24. Oktober 1928, Seite 3.

Von 1933 an leitete Böttcher bis zur kriegsbedingten Schließung aller Theater im Sommer 1944 die von ihm gegründete „Pommersche Landesbühne“ in Stettin.Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1938. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 49. Jg., Berlin 1938, S. 579 und S. 694 (Register).Paul Böttcher. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1940. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 51. Jg., Berlin 1940, S. 592 und S. 713 (Register).

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Böttcher Theaterengagements am Theater in Naumburg (Saale) und am Schauspielhaus Putbus auf Rügen. Er war ab den 1950er Jahren lange Zeit an der Schaubühne Berlin, zusammen mit seiner Frau Anneliese. Besonders seine Hauptrolle in dem Stück PatriotenPatrioten auf AbeBooks. von Friedrich Wolf und in Anton Tschechows Die Möwe machten ihn bekannt. Ab der Spielzeit 1959/60 war er am Ernst-Barlach-Theater in Güstrow engagiert. 1962 war er am Friedrich-Wolf-Theater Neustrelitz in Gerhart Hauptmanns Theaterstück Der Biberpelz und in der Uraufführung des Theaterstücks Die schwarze Madonna von Herbert Heinze und Armin Karl zu sehen.DER BIBERPELZ von Hauptmann. Programmheft Friedrich-Wolf-Theater Neustrelitz 1962.Uraufführung DIE SCHWARZE MADONNA von Heinze / Karl. Programmheft Friedrich-Wolf-Theater Neustrelitz 1962. In der Spielzeit 1963/64 trat er am Kleist-Theater Frankfurt (Oder) in Die Komödie der Irrungen von William Shakespeare auf.William Shakespeare: DIE KOMÖDIE DER IRRUNGEN. Programmheft Kleist-Theater 1963. Im März 1964 wirkte er dort in der Uraufführung des Musicals Die Nacht ist mein Tag von Miloš Vacek mit.Die Nacht ist mein Tag. Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 17. August 2026.

Böttcher arbeitete auch für die DEFA und spielte in Filmklassikern wie Das Feuerzeug von Siegfried Hartmann, Wolf unter Wölfen von Hans-Joachim Kasprzik und Zugvogel am Sund von Hans Knötzsch.

Filmografie 1959: Das Feuerzeug – Regie: Siegfried Hartmann 1965: Wolf unter Wölfen – Regie: Hans-Joachim Kasprzik 1979: Zugvogel am Sund – Regie: Hans Knötzsch

Literatur F. Klopp: Die Schaubühne. Quellen und Forschungen zur Theatergeschichte – Band 67, 1970. Friedrich Wolfgang Knellessen: Agitation auf der Bühne: das politische Theater der Weimarer Republik, 1970.

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Einzelnachweise

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