Francesco Lanza (* November 1783 in Neapel; † 31. Dezember 1861 in Neapel) war ein italienischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge.

Leben Lanza war der Sohn des Dirigenten und Komponisten Giuseppe Lanza und Bruder des Komponisten Gesualdo Lanza. Er hatte den ersten Klavierunterricht bei seinem Vater, mit dem er 1792 nach London kam. Dort setzte er seine Ausbildung bei Muzio Clementis Schüler John Field fort. Im Jahr 1804 gab er eines der ersten Klavierkonzerte in Neapel. 1817 kehrte er endgültig nach Neapel zurück, wo er auch zu unterrichten begann, wobei er die Technik und den Stil Clementis einführte. 1830 übernahm er die Leitung der Klavierabteilung am Conservatorio di San Pietro a Majella. Dort unterrichtete er mehr als dreißig Jahre bis zu seinem Tod. Zu seinen Schülern zählten Giuseppe Lillo, Michele Ruta, Paolo Serrao, Constantino Palumbo, Michelangelo Russo und Francesco Simonetti.

Als Komponist wurde Lanza mit Salonmusik für Klavier und für Gesang und Klavierbearbeitungen von Partien aus Opern bekannt. Erfolgreich war er mit seinem Ballett The caliph of Bagdad, das 1809 in London aufgeführt wurde. Weiterhin komponierte er zwei Buffo-Opern: Le nozze per fanatismo und L’ingannatrice.

Quellen Melómano, 1. Dezember 2021: La Tradición Francesco Lanza Classical Pianists: Francesco Lanza The Etude, Februar 1910: Great Italian Masters for the Piano

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