mini|Gebäude des Bereichs Digitale Transformation und IKT-Lenkung an der Monbijoustrasse 91 in Bern mini|Eingangsbereich Monbijoustrasse 91 in Bern Der Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung DTI (, , , ) ist eine Schweizer Organisation, die die Bundeskanzlei unterstützt und die digitale Transformation der Bundesverwaltung koordiniert.
Die DTI stellt der Bundesverwaltung sogenannte Standarddienste (z. B. Webauftritt, Telefonie, Mail) zentral zur Verfügung.Standarddienste sind Informatikleistungen, welche die Verwaltungseinheiten des Bundes in gleicher oder ähnlicher Funktionalität und Qualität benötigen. Quelle: Die Zusammenarbeit mit den Departementen erfolgt im Digitalisierungsrat Bund (DRB). Zudem stimmt sich DTI mit der Digitalen Verwaltung Schweiz, dem Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (SEPOS) sowie dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) ab. Die Vorgängerorganisation bis 31. Dezember 2020 war das Informatiksteuerungsorgan des Bundes ISB, die zuletzt 86 Vollzeitstellen umfasste. Die vom ISB am 30. Juni 2020 geführte Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) wurde anschliessend Teil des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit (NCSC) und ab 1. Januar 2024 Teil des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS).
Strategie In der Digitalen Transformation trifft der Bund je nach Tragweite Entscheidungen auf unterschiedlichen Stufen. Die Kompetenzen sind im sogenannten Lenkungsmodell dargestellt. Zusätzlich befasst sich der Bundesrats-Ausschuss «Digitalisierung und IKT» mit strategischen Fragen.
Aufgaben Der Bereich DTI sorgt dafür, dass Geschäftsprozesse, Datenmodelle, Anwendungen und Technologien departementsübergreifend kohärent festgelegt werden, um eine wirksame Nutzung zu gewährleisten. Er bestimmt und unterhält Hilfsmittel zur Koordination der digitalen Transformation und IKT-Lenkung und bereitet die Geschäfte des Bundesrats in den Bereichen digitale Transformation und IKT-Lenkung in der Bundesverwaltung vor. Er vertritt den Bund in einschlägigen Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene und fördert die Bündelung der Beschaffung von Dienstleistungen und IKT-Mitteln. Der Bereich DTI kann zu den Themen Teilstrategien, Prozesse, Unternehmensarchitektur, Standards, zentral bereitgestellte IKT-Mittel, Führung des Portfolios und Geschäftscontrolling Weisungen erlassen. Dabei hört er vorgängig den Digitalisierungsrat an. Bei Weisungen von untergeordneter Bedeutung kann ein anderes auf Digitalisierungsfragen spezialisiertes Gremium angehört werden.
Organisation Der Bereich DTI wird vom Delegierten für digitale Transformation und IKT-Lenkung geführt, welcher direkt dem Bundeskanzler unterstellt und durch den Bundesrat gewählt ist. Der Delegierte ist Teil der Geschäftsleitung der Bundeskanzlei.
Digitale Schweiz Die Abteilung Digitale Schweiz hat den Auftrag, für die Schweiz wichtige Digitalisierungsthemen und die damit verbundenen Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, für die Lösungsfindung die richtigen Partner einzubeziehen und die Diskussionen zu koordinieren. Sie soll den Austausch und die Zusammenarbeit von Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und politischen Akteuren fördern.
Transformation und Interoperabilität Die Abteilung Transformation und Interoperabilität soll das Zusammenspiel der Fachanwendungen innerhalb der Bundesverwaltung optimieren und die Verwaltungseinheiten bei ihrer Digitalisierungsarbeit unterstützen. Ziel ist es, die strategisch wichtigen Digitalisierungsthemen der Bundesverwaltung zu erkennen und zu helfen, diese Neuerungen kundenzentriert umzusetzen.
Digitale Standardleistungen Der Fokus der Abteilung Digitale Standardleistungen liegt auf der Führung und der Weiterentwicklung der gemeinsamen Dienste. Diese Standarddienste werden bezüglich Inhalt und Governance überprüft und weiterentwickelt.
Dienstleistungen Digitalisierung Die Dienstleistungen Digitalisierung umfassen die finanzielle Führung der zentralen IKT-Mitteln, das Controlling der IKT-Schlüsselprojekte der Bundesverwaltung oder die Koordination und Durchführung von WTO-Beschaffungen.
Prüfberichte der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK)
Rechtliche Grundlagen
HERMES Projektmanagement HERMESHERMES ist ein Akronym für Handbuch, der elektronischen Rechenzentren des Bundes; eine Methode für die Entwicklung von Systemen. ist eine gesamtheitliche Managementmethode für Projekte und Programme und kann für unterschiedlichste Projekte, wie der Anpassung von Organisationen, der Informatik oder der Entwicklung von Dienstleistungen angewandt werden. Der Bund entwickelt HERMES und stellt es als offenen Standard frei zur Verfügung.
Publikationen HERMES Referenzhandbuch Projektmanagement (Ausgabe 2022) (Deutsch und Französisch)
Weblinks
Offizielle Website des Bereiches für Digitale Transformation und IKT Lenkung Medienmitteilungen Offizielle Website des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit Offizielle Website der Digitalen Verwaltung Schweiz
Einzelnachweise
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