mini|Brauerei Heyland-Schwind Aschaffenburg 1952 mini|Die ehemalige Heylands Brauerei in Aschaffenburg Die Heylands Brauerei GmbH war eine Brauerei in Aschaffenburg in Bayern.
Geschichte Die Geschichte der Heylands Brauerei in Aschaffenburg reicht bis ins Jahr 1770 zurück, als der Bierbrauer Jakob Franz Löchler den Betrieb in der Fischergasse aufbaute, auch wenn die Brauerei später 1792 als offizielles Gründungsjahr angab. Nach Erhalt der offiziellen Braugerechtsame im Jahr 1796 übernahm 1802 sein Sohn Christian Löchler das Geschäft. Er trieb die Modernisierung voran und verlagerte die Produktion an den Rossmarkt, wo ab 1807 ein neues Brauhaus mit kleinem Kessel in Betrieb ging. In den 1830er Jahren übernahm Schwiegersohn Friedrich Philipp Simon den Betrieb. Unter seiner Führung lag der Ausstoß um 1845 bei etwa 800 Hektolitern, womit die Brauerei an vierter Stelle der Aschaffenburger Brauer rangierte.
Nach einer Zwischenphase unter Simons Sohn wurde der Betrieb 1872 an Wilhelm Carl Heyland verkauft. Dieser erweiterte die Anlage um eine neue Einfahrt sowie einen Lagerkeller. Ab 1890 führte Philipp Schwind die Brauerei unter dem Namen „Heyland-Schwind“ fort und baute sie im Zuge umfassender Modernisierungen aus: Innerhalb weniger Jahre entstanden ein Eiskeller, eine Halle, eine Kegelbahn sowie eine Kühlanlage. Durch kontinuierliche Investitionen und die Übernahme der Geigerschen Brauerei im Jahr 1909 wuchs das Unternehmen stark. Trotz der Einbrüche durch den Ersten Weltkrieg stieg der Bierausstoß von 10.000 Hektolitern im Jahr 1920 über 18.000 Hektoliter im Jahr 1923 bis auf 30.000 Hektoliter im Jahr 1940.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die tiefen Keller als Luftschutzbunker für die Bevölkerung genutzt. Trotz schwerer Zerstörungen lief die Produktion Ende 1945 wieder an. Der Wiederaufbau gipfelte 1957 in der Inbetriebnahme eines neuen Sudhauses. In den folgenden Jahrzehnten setzte sich das Wachstum unter den Nachkommen Ernst und Wolfgang Schwind fort. Der Ausstoß erreichte 1965 die Marke von 100.000 Hektolitern. Ein wichtiger Schritt war 1978 die Übernahme der Schlappeseppel-Brauerei, woraufhin weitere Großinvestitionen in einen neuen Gärkeller und eine hochleistungsfähige Flaschenfüllanlage folgten.
Die Geschichte der Brauerei endete schließlich 1991 mit dem Verkauf an die Frankfurter Henninger-Brauerei. Zu dieser Zeit erreichte der Bierausstoß seinen Höchststand von etwa 200.000 Hektolitern. Nach einer weiteren Übernahme durch die Brauerei Eder aus Großostheim im Jahr 1999 wurde der traditionelle Braubetrieb am Standort Rossmarkt im Jahr 2000 endgültig eingestellt.
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Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Brauerei (Unterfranken) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Aschaffenburg) Kategorie:Unternehmensgründung 1792 Kategorie:Aufgelöst 2001 Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Aschaffenburg)