Der Handkulierwirkstuhl (auch Handkulierstuhl, Handwirkstuhl oder Strumpfwirkstuhl) ist ein mechanisches Gerät zur Erzeugung von Gewirken in Rechts/Links-Bindung.Hugo Glafey (Hrsg.): Textil-Lexikon – Handwörterbuch der gesamten Textilkunde. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Berlin 1937, S. 348. mini|Stocking frame Er wurde von dem Engländer William Lee entwickelt und 1589 erstmals in Calverton/England gebaut. Lee gab ihm die Bezeichnung Stocking loom oder auch Knitting frame.Paul-August Koch, Günther Satlow: Großes Textil-Lexikon: Fachlexikon für das gesamte Textilwesen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, Bd. L-Z, S. 12.
Er besteht aus einem Holzgestell mit Stuhl für den Wirker und einem schmiedeeisernen Aufsatz mit den maschenbildenden Arbeitsorganen. Dazu gehören Spitzennadeln und einzeln bewegliche Einschließ-/Abschlagplatinen, die über eine Kurve (Rösschenstuhl) oder über eine Walze (Walzenstuhl) angetrieben werden.Ines Wünsch: Lexikon Wirkerei und Strickerei. Deutscher Fachverlag 2008, ISBN 978-3-87150-909-4, S. 90. Die Maschinenfeinheit des ersten von Lee gebauten Handkulierwirkstuhls betrug 8 gg; es befanden sich also 8 Nadeln je Bezugslänge von einem Gauge (1,5 engl. Zoll bzw. 38,1 mm).Paul-August Koch, Günther Satlow: Großes Textil-Lexikon: Fachlexikon für das gesamte Textilwesen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, Bd. L-Z, S. 12.Ines Wünsch: Lexikon Wirkerei und Strickerei. Deutscher Fachverlag 2008, ISBN 978-3-87150-909-4, S. 145. auf dem Nadelträger.
Einzelnachweise
Kategorie:Historische Textilmaschine Kategorie:Arbeitsmittel (Wirkerei und sonstige Maschenbildung)