Erwin von Körmendy, auch Ervin Körmendi-Frim (* 27. März 1885 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 1. Oktober 1939 ebenda), war ein ungarischer Maler.

Leben mini|Ansicht aus dem Jardin du Luxembourg, Paris Erwin von Körmendy war ein Sohn des Sonderpädagogen Jakab Frim (1852–1919) und dessen Ehefrau Anna Goldreich (1852–1944). Einer seiner Brüder war der Bildhauer Jenő Körmendi-Frim (1886–1959).

Erwin von Körmendy studierte an den Kunstgewerbeschulen Budapest, Wien und München. In München wurde er Schüler der privaten Malschule von Simon Hollósy. Er wurde ferner Mitglied der Künstlerkolonie im damals ungarischen Nagybánya. Von 1903 bis 1914 lebte er in Paris und studierte an der Académie Julian,Rudolf Rösermüller: Nürnberger Kunst der Gegenwart. Die Kunst der Lebenden im Dürerjahr 1928. Dr. Benno Filser Verlag, Nürnberg 1928, S. 24 wo ihn Jean-Paul Laurens unterwies. Beeinflusst von Paul Cézanne, unternahm er Studienreisen durch Italien und Frankreich. Ab 1904 beschickte er den Pariser Salon d’Automne, 1914 die Ausstellung im Wiener Künstlerhaus. Von 1923 bis 1932 lebte er als freischaffender Maler in Nürnberg und wurde in dieser Zeit Vorsitzender der Nürnberger Secession. Als Künstler der Avantgarde war er in der Ausstellung Deutsche Kunst Düsseldorf 1928 und 1930 in der Biennale Venedig vertreten.

Von Körmendy wurde Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands und in der Nürnberger Kunstgenossenschaft, der Vereinigung Nürnberger Künstler und Kunsthandwerker. 1929 wurde er mit dem Ungarischen Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. 1933 verließ er Deutschland und ging zurück nach Budapest.

Sein Schaffen war vom Post-Impressionismus und vom Fauvismus und von weiteren Strömungen der Pariser Kunst der Jahrhundertwende geprägt, von Vincent van Gogh und dem Japonismus. Zahlreiche seiner Gemälde fielen als „Entartete Kunst“ 1937 der nationalsozialistischen Kunstpolitik zum Opfer.

Literatur

Körmendy, Erwin von. In: Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Band 2: H–Pe. K. G. Saur Verlag, München 2007, ISBN 978-3-598-11763-3, S. 814 (Google Books).

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Einzelnachweise

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