mini|hochkant|Porträt von Olimpia Arozena Olimpia Arozena Torres (* 19. Juli 1902 in San Cristóbal de La Laguna, Santa Cruz de Tenerife, Spanien; † 1. Dezember 1971 in Valencia, Spanien) war eine spanische Historikerin und Hochschullehrerin. Sie war eine der ersten Studentinnen an der Universität Valencia und die erste Professorin an der Philosophischen Fakultät der Universität Valencia im Fachbereich Geschichte.
Leben und Werk Olimpia Arozena wurde in eine Familie mit langer Tradition im Hochschulwesen geboren. 1921 wurde ihr Vater nach Valencia versetzt und sie zog mit ihrer Familie dorthin. Als eine der ersten Studentinnen schloss sie ihr Studium der Philosophie und Geisteswissenschaften im Fach Geschichte 1929 mit Auszeichnung an der Universität Valencia ab. Im darauffolgenden Jahr wurde sie Assistentin im Fachbereich Archäologie unter der Leitung von Luis Gonzalvo París. Sie war die erste Frau, die seit der Gründung der Universität Valencia im Jahr 1499 dort lehrte und die erste Professorin an der Universität. Sowohl ihr Universitätsstudium als auch ihre frühen Lehrtätigkeiten fielen mit der Gründung des Archäologischen Labors der Universität zusammen, das 1921 gegründet und 1924 in Betrieb genommen wurde. Sie klassifizierte dort archäologisches Material und unterrichtete auch Archäologie, Epigraphik und Numismatik. Außerdem gehörte sie zu einer Gruppe von Professoren, die sich für eine Modernisierung der Hochschullehre einsetzten. Während der Zweiten Republik (1931–1939) arbeitete sie mit Professor Antoni Álvarez Antolino am Seminar für Valencianische Philologie (dem Vorgänger des Institut d’Estudis Valencians) an der Erstellung der ersten umfassenden Sammlung valencianischen Vokabulars.
Nach der Besetzung Valencias durch die Franco-Diktatur und dem Ende des Bürgerkriegs (1939) wurde sie von den Machthabern des neuen Regimes verfolgt. Aus dem öffentlichen Schulwesen ausgeschlossen, gründete sie in ihrem Haus eine eigene Akademie. Nach acht Jahren der Verfolgung und Ausgrenzung, erlangte sie 1947 teilweise ihren Status als Lehrerin an öffentlichen Schulen zurück, indem sie als Dozentin für Moderne Kunstgeschichte an verschiedenen Gymnasien in der Region Valencia tätig war. 1949 promovierte sie in Philosophie und Literatur mit der Dissertation: Nuevas aportaciones a la historia de Valencia. 1950 nahm sie ihre Stelle als Lehrerin an einem Gymnasium in Castelló de la Plana endgültig wieder auf.
mini| Bild von Olimpia Arozena Torres Ehrungen (Auswahl) Anlässlich ihres 40. Todestages stiftete die Universität Valencia 2011 den Olimpia Arozena Torres-Preis für Geschlechtergerechtigkeit und Hochschullehre. 2016 benannte der Stadtrat von Valencia unter Bürgermeister Joan Ribó von der Koalition Compromís eine Straße im Stadtteil L’Olivereta nach Olimpia Arozena, die Calle Olimpia Arozena Torres.
Veröffentlichungen (Auswahl) El pintor Vicente Macip, padre de Joan de Joanes. Anales de la Universidad de Valencia 83, 1930 S. 98–121. Un cuadro de Vicente Juan Macip. Saitabi: revista de la Facultat de Geografia i Història 1(3), 1930, S. 6–9. El retrato de Alfonso V de Aragón por Juan de Juanes. Saitabi: revista de la Facultat de Geografia i Història 7(31–32), 1942, S. 7–79. Un cuadro de San Jerónimo del taller de los Macip. Saitabi: revista de la Facultat de Geografia i Història 8(35–38), 1950–1951, S. 173–174. La Arqueología en las revistas. Saitabi: revista de la Facultat de Geografia i Història 8(35–38), 1950–1951, S. 376–378.
Literatur Vanessa Albelda, Cristina Real, Antonio Vizcaíno: Unas aplicadas de mucho cuidado. Precursores, pioneres i lluitadores en la història del Departament de Prehistòria i Arqueologia de la Universitat de València, Desmuntant Lara Croft. Dones, Arqueologia i Universitat. SAGVNTVM-PLAV Extra 15, 2014, S. 67–74. Consuelo Flecha García: Profesoras en la Universidad. El tránsito de las pioneras en España. ARENAL 17(2), 2010, S. 255–297. Mancebo Alonso, María Fernanda: La Universidad de Valencia, de la monarquía a la república (1919–1939). València: Instituto de Cultura Juan Gil-Albert, 1994. Vicenta Verdugo: Les primeres dones de la Universitat de València. XX Jornades d‘Història de l’Educació: cohesió social i educació: S. 225–238, Girona: Universitat de Girona, 2012.
Einzelnachweise
Kategorie:Landeshistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Universität Valencia) Kategorie:Person (San Cristóbal de La Laguna) Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1971 Kategorie:Frau