Die Stahlschartenplatte 7P7 ist ein standardisierter Frontschutz in Bunkern innerhalb des Regelbau-Programms, beziehungsweise des Pionierprogramms, der Wehrmacht und wurde ab 1934 hergestellt.

Aufbau mini|Frontseite der Stahlschartenplatte 7P7 Die Stahlschartenplatte 7P7 ist 100 mm dick, 3,40 m breit und 2,70 m hoch. Sie hat ein Gesamtgewicht von 7,5 t und verfügt, außer über zwei Öffnungen, über keine verbauten Optiken. Relativ mittig befindet sich eine große 22 cm mal 30 cm große Öffnung für den Lauf eines Maschinengewehrs vom Typ M. G. 08, M. G. 34 oder M. G. 37 (t). Direkt daneben gibt es eine kleine Öffnung, um die Wirkung im Ziel beobachten zu können. Beide Öffnungen können mithilfe von je 60 mm dicken Schiebern verschlossen und gesichert werden. Von dieser Platte wurden 7.563 Stück hergestellt.

Aufgabe Sinn und Zweck dieser Frontabdeckung war es, den Kampfraum in Regelbauten zu schützen und durch eine zusätzliche Öffnung das Maschinengewehr zum Einsatz bringen zu können.

Einsatz Die Stahlschartenplatte 7P7 wurde nahezu in allen Regelbauten des Typ B1 des Pionierprogramms zwischen den Jahren 1936 und 1938 verbaut, mit einigen wenigen Ausnahmen. Auch im späteren Limesprogramm und den Regelbauten mit dem Nummernbereich 100 sind diese Schutzplatten verbaut. Da die Schutzplatten bis 1938 in einer recht hohen Menge vorhanden waren, wurden sie oftmals auf als Deckenplatten bei den Regelbauten Rote Nummer 509 und Rote Nummer 509a, sowie bei den Pakunterstellräumen verwendet.

Verbleib In vielen Bunkern kann heute noch die Stahlschartenplatte 7P7 gefunden werden, sei es gut erhalten oder stark beschädigt oder verschüttet. Bei der Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz ist eine dieser Stahlschartenplatten zu finden.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Bunker im Nationalsozialismus Kategorie:Typenbau