mini|hochkant|Stefan Kaegi, 2026 Stefan Kaegi (* 1972 in Solothurn)Sitzgymnastik Boxenstopp. In: ARD Hörspieldatenbank. Abgerufen am 12. August 2026. ist ein Schweizer Theaterwissenschaftler und Regisseur. Er ist Mitgründer des Kollektivs Rimini Protokoll und wurde 2024 mit dem Rompreis ausgezeichnet.
Leben und Werk Stefan Kaegi studierte Philosophie in Basel, Kunst in Zürich sowie angewandte Theaterwissenschaft am ATW der Universität Gießen. Mit Bernd Ernst lief die Zusammenarbeit unter dem Label Hygiene Heute. Mit Helgard Haug und Daniel Wetzel gründete Kaegi 2002 Rimini Protokoll und entwickelt seitdem in unterschiedlicher Zusammensetzung dokumentarische Theaterstücke, Stadtrauminszenierungen und Hörspiele unter diesem Label. Zu dritt hatten sie 2000 das Bühnenstück Kreuzworträtsel Boxenstopp erarbeitet und im folgenden Jahr zum Hörspiel Sitzgymnastik Boxenstopp weiterentwickelt.Stefan Kaegi bei rimini-protokoll.de, abgerufen am 11. August 2026.
Kaegi arbeitete mit der argentinischen Regisseurin Lola Arias bei den Stücken Airport Kids und Chácara Paraíso zusammen. Mit der Dramaturgin Caroline Barneaud entstand eine langjährige Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Installation, der Publikumsinteraktion sowie der Land Art. Zu Kaegis jüngeren Arbeiten gehörten der Humanoid Unheimliches Tal sowie die begehbare Filmarchitektur Urban Nature (2021 im CCCB in Barcelona und 2022 in der Kunsthalle Mannheim). Aktuelle Projekte sind 100 % Oulu mit Haug und Wetzel sowie Holy Shit (ACC Galerie, Weimar), Book a Scientist und Mali Futur Live mit Barneaud. Kaegi lebt und arbeitet in Berlin, Rom und in der Schweiz.
Preise und Auszeichnungen mini|hochkant|Stefan Kaegi, 2013 Rimini Protokoll und Kaegi wurden für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2007 mit dem FAUST-Theaterpreis, 2008 mit dem Europäischen Theaterpreis und 2011 mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig.
Kaegi erhielt 2010 den Routes Award for Cultural Diversity der Europäischen Kulturstiftung und 2015 den Schweizer Grand Prix Theater (Hans-Reinhart-Ring). Mit Caroline Barneaud erhielt er 2024/2025 den Rompreis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo.
Schriften (Auswahl) (vA'rum JøDie føsT'R kain 'vaser 'vil). Ein fiktives Feature. Howeg, Zürich 1999, ISBN 978-3-85736-197-5. Kunst genug. 33 Stimmen, wie ich sie dem Theater wünsche. In: Doris Kolesch, Jenny Schrödl (Hrsg.): Kunst-Stimmen (= Theater der Zeit. Recherchen 21). Berlin 2004, S. 12–14, ISBN 3-934344-41-0. Joined Forces. Audience Participation in Theatre. Performing Urgencies #3. Alexander Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-89581-427-3. Kaatje De Geest, Carmen Hornbostel, Milo Rau (Hrsg.): Why theatre? NTGent, Berlin 2020, ISBN 978-3-95732-458-0. Christine Wahl (Hrsg.): Rimini Protokoll – welt proben. Alexander Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-89581-560-7.
mit Helgard Haug und Daniel Wetzel: Sitzgymnastik Boxenstopp. Hoerspielpark, Berlin 2011, ISBN 978-3-941998-17-9. ABCD. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik, Hrsg. v. Johannes Birgfeld, Berlin: Theater der Zeit, 2012, ISBN 978-3-943881-03-5.
Literatur Andrea Schwieter: Große Welt im Kleinen. Stefan Kaegi und Rimini Protokoll dokumentieren in ihrer Theaterarbeit die Wirklichkeit. In: Dagmar Walser, Barbara Engelhard (Hrsg.): Eigenart Schweiz. Theater in der Deutschschweiz seit den 90er Jahren (= Theater der Zeit. Arbeitsbuch 2007). Theater der Zeit, Berlin 2007, ISBN 978-3-934344-90-7. Birgit Wiens: Intermediale Szenographie. Raum-Ästhetiken des Theaters am Beginn des 21. Jahrhunderts. Fink, Paderborn 2014, ISBN 978-3-7705-5646-5.
Weblinks
Stefan Kaegi auf der Website von Rimini Protokoll (mehrsprachig) Stefan Kaegi auf der Website der Berliner Festspiele
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