Die Association of Zoos and Aquariums (AZA), ursprünglich American Association of Zoological Parks and Aquariums (AAZPA), ist eine US-amerikanische Nonprofit-Organisation, die 1924 gegründet wurde und sich der Förderung von Zoos und öffentlichen Aquarien in den Bereichen Naturschutz, Bildung, Wissenschaft und Erholung widmet. Die AZA hat ihren Sitz in Silverspring, Maryland. Im Jahr 2025 gab es 238 akkreditierte Zoos und Aquarien, hauptsächlich in den USA, daneben einige in zwölf weiteren Ländern; außerdem umfasst das AZA-Netzwerk 14 verbundene Einrichtungen.
Geschichte Im Oktober 1924 wurde die American Association of Zoological Parks and Aquariums als Tochterorganisation des American Institute of Park Executives gegründet. 1966 wurde die American Association of Zoological Parks and Aquariums zu einer professionellen Zweigorganisation der neu gegründeten National Recreation and Park Association, die das American Institute of Park Executives übernommen hatte.
Im Herbst 1971 stimmten die Mitglieder der American Association of Zoological Parks and Aquariums dafür, eine unabhängige Vereinigung zu werden. Am 19. Januar 1972 wurde sie als American Association of Zoological Parks and Aquariums mit ihrem Verwaltungsbüro in Wheeling, West Virginia, innerhalb des Oglebay Park Good Zoo, rechtlich gegründet.. Business Entity Details. West Virginia Secretary of State, abgerufen am 12. August 2026. 1994 wurde der kürzere Name American Zoo and Aquarium Association (AZA) angenommen.Wagner, Robert O., "The independence of AAZPA", in Regional Conference Proceedings 1996, American Zoo and Aquarium Association, Wheeling, West Virginia, 1996.
Anfang 2018 übernahm die AZA die Wildlife Trafficking Alliance, um die öffentliche Aufmerksamkeit für den Kauf und Verkauf illegaler Wildtierprodukte in den Vereinigten Staaten zu erhöhen.
Die Association of Zoos and Aquariums meldete 2017 195 Millionen Besucher in ihren 236 akkreditierten Mitgliedseinrichtungen.
Aktivitäten Die Organisation ist in den Bereichen Akkreditierung, Initiativen zur Tierhaltung, Bildungs- und Naturschutzprogrammen, gemeinsamer Forschung und Interessenvertretung aktiv.
Die AZA dient als Akkreditierungsstelle für Zoos und Aquarien und stellt sicher, dass akkreditierte Einrichtungen höhere Standards der Tierhaltung erfüllen als gesetzlich vorgeschrieben. Die Einrichtungen werden alle fünf Jahre bewertet, um sicherzustellen, dass die Standards eingehalten werden und die Akkreditierung aufrechterhalten werden kann. Im März 2025 verfügte die AZA über 238 akkreditierte Einrichtungen in den USA und dreizehn weiteren Ländern: Kanada, Mexiko, Bermuda, Bahamas, der Dominikanischen Republik, Kolumbien, Argentinien, Spanien, Hong Kong, Singapur, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Etwa 800.000 Tiere aus 6000 Arten werden in AZA-akkreditierten Einrichtungen betreut, darunter 1000 bedrohte oder gefährdete Arten. Die Vereinigung unterstützt außerdem sowohl Arterhaltungspläne als auch Populationsmanagementpläne, die der nachhaltigen Verwaltung genetisch vielfältiger Populationen verschiedener Tierarten in menschlicher Obhut dienen.
Die AZA veranstaltet im September eine Konferenz, eine der größten Veranstaltungen für Zoo- und Aquarienfachleute in den USA.
Die AZA betreibt zudem das Citizen-Science-Programm FrogWatch.
Akkreditierung In den Vereinigten Staaten muss jede öffentliche Tierausstellung vom Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten, der Environmental Protection Agency, der Drug Enforcement Administration, der Occupational Safety and Health Administration und anderen Behörden lizenziert und kontrolliert werden. Abhängig von den ausgestellten Tieren werden die Tätigkeiten von Zoos durch Gesetze wie den Endangered Species Act, den Animal Welfare Act, den Migratory Bird Treaty Act of 1918 und weitere geregelt. Darüber hinaus können Zoos in Nordamerika eine Akkreditierung durch die AZA anstreben.
Die amerikanische Vereinigung hat im Rahmen ihrer Akkreditierungsstandards eine Definition für zoologische Gärten und Aquarien entwickelt: „Eine dauerhafte kulturelle Einrichtung, die wild lebende Tiere in menschlicher Obhut besitzt und hält, die mehr als eine bloße Sammlung darstellen, und die unter der Leitung eines professionellen Personals ihre Sammlung angemessen versorgt und sie regelmäßig nach einem festgelegten Zeitplan in ästhetischer Weise der Öffentlichkeit präsentiert. Sie soll ferner dadurch definiert sein, dass ihre Haupttätigkeit in der Ausstellung, dem Schutz und der Bewahrung der Tierwelt der Erde in pädagogischer und wissenschaftlicher Weise besteht.“
Um eine Akkreditierung zu erhalten, muss ein Zoo ein Antrags- und Inspektionsverfahren durchlaufen und die AZA-Standards für Tiergesundheit und Tierschutz, Mittelbeschaffung, Zoopersonal und Beteiligung an weltweiten Naturschutzmaßnahmen erfüllen oder übertreffen. Die Inspektion wird von drei Fachleuten durchgeführt (typischerweise einem Tierarzt, einem Experten für Tierhaltung und einem Experten für Zooverwaltung und -betrieb) und anschließend von einem Gremium aus zwölf Fachleuten geprüft, bevor die Akkreditierung erteilt wird. Dieses Akkreditierungsverfahren wird alle fünf Jahre wiederholt.
Die AZA schätzt, dass 2019 etwa 2.800 Tierausstellungen unter einer USDA-Lizenz betrieben wurden; weniger als 10 % davon sind akkreditiert. Eine Zertifizierung ist für Einrichtungen möglich, die Tiere halten, aber nicht regelmäßig für die Öffentlichkeit geöffnet sind.
Saving Animals From Extinction Das Programm Saving Animals From Extinction (SAFE) der AZA priorisiert die Zusammenarbeit zwischen Zoos und Aquarien zur Unterstützung besonders gefährdeter Arten. SAFE baut auf bestehenden Wiederherstellungsplänen auf, um strategische Naturschutz- und Maßnahmen zur Einbindung der Öffentlichkeit umzusetzen. 2017 investierten die AZA-Mitgliedszoos und -aquarien 15,6 Millionen US-Dollar in Arten des SAFE-Programms.
Zu den Schwerpunktarten des SAFE-Programms gehören der Afrikanische Löwe, afrikanische Arten der Geier, der Asiatische Elefant, die Atlantische Acropora-Koralle, der Schwarzfußiltis, das Spitzmaulnashorn, der Gepard, die Östliche Indigonatter, die Giraffe, der Gorilla, Meeresschildkröten, der Orang-Utan, die Strahlenschildkröte, der Rotwolf, Haie und Stechrochen, der Vaquita, die Falsche Spitzkopfschildkröte und der Schreikranich. Im Jahr 2019 umfasste das Programm mehr als 20 Arten oder taxonomische Gruppen.
Annual Report on Conservation and Science Die Vereinigung verfügt über eine computergestützte Datenbank mit der Bezeichnung Annual Report on Conservation and Science. Diese dient dazu, AZA-Forschungsprojekte weltweit zu erfassen.
AZA-Mitgliedszoos und -aquarien leisten jährlich 220 Millionen US-Dollar für Naturschutzprojekte. Sie beteiligen sich an 115 Wiederansiedlungsprogrammen, darunter mehr als 40 Programme für Arten, die nach dem Endangered Species Act als bedroht oder gefährdet eingestuft sind.
2017 meldeten die Mitgliedseinrichtungen ihre Beteiligung an Feldnaturschutzprojekten zugunsten von mehr als 860 Arten in 128 Ländern. AZA-Zoos und -Aquarien gaben 25 Millionen US-Dollar für Forschung aus und veröffentlichten 170 Bücher, Buchkapitel, Zeitschriftenartikel, Beiträge in Konferenzbänden, Poster sowie Abschlussarbeiten oder Dissertationen. Tierhaltung, Gesundheit und Wohlergehen sowie der Schutz von Arten und Lebensräumen machten 68 % der Forschung der AZA-Gemeinschaft aus.
Liste der Mitgliedszoos und -aquarien Um Mitglied zu sein, muss eine Einrichtung entweder akkreditiert oder zertifiziert sein.
Akkreditierte Einrichtungen Akkreditierte Einrichtungen verfügen über professionelles Personal und eine angemessene Tierhaltung und sind regelmäßig zu vorhersehbaren Zeiten für die Öffentlichkeit geöffnet. Die folgende Liste stammt aus dem Jahr 2025.