Der Flugunfall einer ATR 42 der Indonesia Air Transport 2026 ereignete sich am 17. Januar 2026, als eine ATR 42-500 der Indonesia Air Transport, welche sich im Auftrag des indonesischen Ministeriums für Meeres- und Fischereiangelegenheiten auf einem Überwachungsflug befand, am Berghang des rund 1350 Meter hohen Berg Bulusaraung auf der indonesischen Insel Sulawesi in schwer zugänglichem Gelände verunglückte. Alle 10 Personen an Bord starben bei dem Unfall. Das Flugzeug wurde zerstört. Es handelt sich bei dem Unfall um einen Controlled flight into terrain (CFIT). Aviation Safety Network

Ablauf Die ATR 42-500 startete am 17. Januar 2026 am Flughafen Yogyakarta-Adisutjipto gegen 08.08 Uhr (Ortszeit) zu einem Überwachungsflug zum Flughafen Makassar. Während des Fluges wurden mehrfach beeinträchtigte Werte der GNSS-Navigation aufgezeichnet. Im weiteren Verlauf zeigten die Positionsdaten aus dem Flugzeug und die vom Boden empfangenen Automatic Dependent Surveillance Daten (ADS-B-Daten) erhebliche Abweichungen – zeitweise etwa 28 km. Dadurch entstand offenbar eine erhebliche Diskrepanz zwischen der von der Besatzung wahrgenommenen Position und der vom Fluglotsen beobachteten Position. Während des Anflugs auf Makassar meldete die Besatzung außerdem schlechte Sichtbedingungen und bat um eine Kursänderung. Kurz vor dem Unfall warnte das Enhanced Ground Proximity Warning System (EGPWS) vor dem Gelände. Gegen 12:23 Uhr Ortszeit brach der Funkkontakt mit der Maschine ab. Das Flugzeug kollidierte am Gunung Bulusaraung mit dem Gelände; alle 10 Personen an Bord kamen ums Leben. Das Flugzeug wurde vollständig zerstört.

Flugzeug Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine 25 Jahre alte ATR 42-500 mit der Seriennummer 611, welche seit dem 13. Juli 2010 unter dem Luftfahrzeugkennzeichen (PK-THT) für Indonesia Air Transport eingesetzt wurde. Vorher wurde das Flugzeug von 2001 bis 2010 bei der italienischen Air Dolomiti eingesetzt.

Passagiere und Besatzung An Bord der Maschine befanden sich 2 Piloten sowie zwei Flugbegleiter. Außerdem waren ein Flight Operations Officer, 2 Flugzeugtechniker sowie 3 Mitarbeiter der Überwachungsmission an Bord.

Suche Die Suche wurde noch am 17. Januar 2026 durch Luft- und Bodentruppen gestartet, jedoch konnte das Wrack durch das extrem unwegsame Gelände und die schlechte Sicht in der Gegend zunächst nicht lokalisiert werden. Erst am Morgen des 18. Januar 2026 konnten erste Wrackteile durch die Besatzung eines Hubschraubers entdeckt werden. Die Teile des Wracks lagen weit verstreut in bis zu 200 Meter tiefen Schluchten. Erst am 21. Januar 2026 konnten beide Flugdatenschreiber geborgen werden. Die Such- und Rettungsaktion wurde am 23. Januar 2026 beendet, als schließlich alle 10 Personen an Bord tot geborgen werden konnten.

Ermittlungen Die Ermittlungen werden von der indonesischen nationalen Verkehrsunfall-Untersuchungsbehörde (KNKT) geführt. Die Daten der Flugdatenschreiber konnten bereits ausgelesen werden und ein vorläufiger Bericht wurde am 20. Februar 2026 veröffentlicht. Die KNKT untersucht weiterhin, welche Rolle das GNSS-Problem, die Positionsabweichungen, die Wetterbedingungen, die Flugführung und die Entscheidungen der Besatzung und Flugsicherung spielten.

Einzelnachweise

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