Die Caroline Bezengi ist ein Suezmax-Öltanker unter der Flagge von Kamerun, der zur russischen Schattenflotte gezählt wird. Das Schiff bekam im Juli 2026 vor der Küste von Jemen ein Leck und liegt vor der Küste von Oman auf Grund. Das Schiff ist mit knapp einer Million Barrel russischem Öl für den asiatischen Markt beladen, das nun stetig austritt und eine Ölpest verursacht. Der offizielle Eigner war zum Zeitpunkt den Unglücks Rentoor Ship Management aus Shanghai.
Geschichte Das Schiff wurde 2001 unter der Baunummer 1333 auf der südkoreanischen Werft Hyundai Heavy Industries als erstes von mehreren baugleichen Tankern, darunter sechs für die russische Reederei Sowkomflot, gebaut. Es wurde im Dezember 2001 abgeliefert und als SCF Altai unter der Flagge Liberias in Dienst gestellt. 2020 wurde das Schiff verkauft, neuer Name wurde Aurora Borealis. Von 2021 bis 2023 wurde der Tanker als Amoroza betrieben, seit 2023 heißt er Caroline Bezengi.
Unglück 2026 Anfang Juni war die Caroline Bezengi nach einer mutmaßlichen Explosion am 8. Juni 2026 an Bord vor der Küste des Jemen in Seenot geraten. Am 12. Juni, vier Tage nach der Explosion, wurde die Besatzung unverletzt vom Schiff gebracht.Arabischer Golf: Drohende Ölkatastrophe durch Schiff russischer Schattenflotte. taz.de, 11. August 2026, abgerufen am 12. August 2026 Das Schiff lief dann nahe der Insel Al Qibliyah im Archipel der Al-Hallaniyat-Inseln im Gouvernement Dhofar in der Nähe eines Meeresschutzgebiets auf Grund und schlug leck. Ab da läuft stetig Rohöl aus. Das Schiff ist mit knapp einer Million Barrel russischem Öl für den asiatischen Markt beladen.„Ölpest erstreckt sich über 600 Quadratkilometer“: Havarierter Tanker der russischen Schattenflotte löst Umweltkrise vor Oman aus, Tagesspiegel, 12. August 2026, abgerufen am 12. August 2026 Omans Transportministerium soll den Eigner aufgefordert haben, Schiff und Ladung vor ihrer Küste zu entfernen.
Laut Trekking-Agenturen kommt das Schiff aus dem russischen Ölhafen Noworossijsk im Schwarzen Meer und war auf dem Weg nach Indien.Schattenflotten-Tanker läuft vor Oman auf Grund, THB – Täglicher Hafenbericht, 10. August 2026, abgerufen am 12. August 2026 Der offizielle Eigner war zum Zeitpunkt den Unglücks Rentoor Ship Management mit Sitz in Huangpu Qu, einem zentralen Stadtteil von Shanghai, gilt aber als eine Briefkastenfirma.Ein Ölteppich bildet sich um den auf Grund gelaufenen Tanker vor der Küste Omans. Drohende Ölkatastrophe vor der Küste des Oman, Tagesschau, 7. August 2026, abgerufen am 12. August 2026 Satellitenbilder zeigten am 11. August 2026 einen fast 800 Quadratkilometer großen Ölteppich in den Gewässern vor den Hallaniyat-Inseln, der stetig wachse. Laut Greenpeace betrifft das inzwischen auch die Küsten am Festland.Öltanker der Schattenflotte havariert vor Oman, Greenpeace, 13. August 2026, abgerufen am 18. August 2026 Hier haben Freiwillige und Anwohner begonnen den Strand zu reinigen.Oman residents clean the coast following the oil spill from the Carolina Besengi tanker, abgerufen am 20. August 2026
Gefährdet sind Greenpeace zufolge in dem staatlich geschützten Meeresschutzgebiet unter anderem Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger. Auch eine seltene Walart, der Arabische Buckelwal, lebt in dem Meeresgebiet.[https://www.spiegel.de/panorama/oman-drohende-oelkatastrophe-vor-der-kueste-oeltanker-verliert-seine-fracht-a-29269ef1-d3b2-49b7-8cd2-ab8436e95808 Spiegel: Öltanker verliert seine Fracht Vor Omans Küste droht eine Umweltkatastrophe], Ausgabe vom 6. August 2026, abgerufen am 20. August 2026
Bergung Die britische Sicherheitsfirma AmbreyCaroline Bezengi Salvage Operations, Ambrey, abgerufen am 18. August 2026 teilte am 13. August mit, dass sie mit der Bergung des Schiffs und der Ladung beauftragt sei und sich demnächst vor Ort befinde. Dazu nutzen sie Transportleistungen der Omanischen Armee, die Fachleute auf dem Schiff absetzen. Die Bergung erweist sich durch den vor Ort herrschenden Monsum-Wind als schwierig. Die Windgeschwindigkeiten erreichen zeitweise rund 40 Knoten, während die Wellenhöhen auf etwa vier Meter ansteigen.Omanische Behörden setzen ihre Bemühungen zur Eindämmung der Ölpest durch die „CAROLINE BEZENGI“ fort, Ausgabe vom 17. August 2026, abgerufen am 20. August 2026 Ausgelaufen sind laut Greenpeace inzwischen fast die dreifache Menge des Öls, das bei der Havarie der Exxon Valdez vor Alaska 1989 ins Meer gelangte und als gößter Ölunfall der internationalen Schifffahrt zählt.Russische Schattenflotte: Bei Oman auf Grund gelaufen: Tanker soll geborgen werden, Handelsblatt, 13. August 2026, abgerufen am 17. August 2026
Weblinks
„Caroline Bezengi“ unter war-sanctions.gur.gov.ua
Einzelnachweise
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