Imno (deutsch Immenthal) ist ein Dorf mit 269 Einwohnern (Stand 2021) in der Woiwodschaft Westpommern in Polen. Es gehört zur Gmina Goleniów (Gemeinde Gollnow) im Powiat Goleniowski (Gollnower Kreis). Lage
Das Dorf liegt in Hinterpommern, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Stettin und etwa 6 Kilometer östlich von Goleniów (Gollnow). Der nächste Nachbarort ist das Dorf Mosty (Speck), das gut 1 Kilometer weiter östlich liegt.
Geschichte
19. Jahrhundert
mini|Immenthal (etwa mittig) auf dem Messtischblatt 1059 „Speck“, Ausgabe 1929 Imno entstand als Immenthal als Kolonistendorf auf dem Gebiet des Gutes Speck (heute Mosty). Nach einer Darstellung von Maciej Burdzy wurde das Dorf 1809 zusammen mit dem benachbarten Piepersfelde durch den damaligen Besitzer des Gutes, Karl August Ferdynand Korbe, gegründet.Maciej Burdzy: „Pałac (Mosty)“, Encyklopedia Pomorza Zachodniego – Pomeranica, Abschnitt „Wieś“. Darin wird angegeben, dass Karl August Ferdynand Korbe 1809 Besitzer des Gutes wurde und die beiden Kolonistendörfer Imno (Immenthal) und Przepiórki (Piepersfelde) gründete. Als Quelle werden die Karty ewidencyjne zabytków architektury i budownictwa des Archiwum Wojewódzkiego Urzędu Ochrony Zabytków w Szczecinie genannt. Online: Pomeranica – Pałac (Mosty). Es war ein Dorf und eine Landgemeinde im Kreis Naugard im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern.Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reichs, Bd. 1, Leipzig 1912, S. 874, Eintrag „Immenthal“. Online: Meyers Gazetteer.
Am 1. Dezember 1885 betrug die Einwohnerzahl von Immenthal 253.Königlich Statistisches Bureau: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Aufgrund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer Quellen. Band IV: Provinz Pommern. Berlin 1888, S. 62, lfd. Nr. 48, Eintrag „Immenthal“. Dort: 253 Einwohner; katholisches Kirchspiel Louisenthal; Zahl der Katholiken: 0. Digitalisat: Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 wurden 230 Einwohner gezählt.Königlich Statistisches Bureau: Gemeindelexikon für die Provinz Pommern. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1898, S. 64, lfd. Nr. 48, Eintrag „Immenthal“. Digitalisat: PBC Gdańsk.
Kirchlich gehörte der Immenthal zum evangelischen Kirchspiel Speck. Auch das zuständige Standesamt befand sich in Speck. Eine eigene Kirche hatte Immenthal nicht. Die katholische Bevölkerung Immenthals war dem Kirchspiel Louisenthal zugeordnet; bei der Volkszählung 1885 lebten jedoch keine Katholiken im Ort.
Bis 1945
Im Jahr 1932 war Immenthal eine eigene Landgemeinde und mit einer Fläche von 1,3 km² die kleinste Gemeinde des Kreises.Der Kreis Naugard in Pommern: „Verwaltung des Kreises Naugard“, Abschnitt „Die kommunalen Verwaltungseinheiten im Kreis Naugard“, Angaben zum Verwaltungsstand 1932. Online: Der Kreis Naugard. Bei den Volkszählungen 1933 und 1939 hatte Immenthal jeweils 171 Einwohner.Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Provinz Pommern, Kreis Naugard. Online: Verwaltungsgeschichte.de.
Das Adreßbuch des gesamten Kreises Naugard von 1931 enthält unter Immenthal 37 Einträge mit Namen und Berufsangaben, entsprechend der für den Ort ausgewiesenen Zahl von 37 Haushalten. 32 Einträge weisen Landwirte aus (28 Landwirte, 3 Landwirtinnen, ein Land- und Gastwirt). Daneben sind zwei Arbeiter, ein Sattler und eine Altsitzerin aufgeführt; bei einer Person ist kein Beruf angegeben. Zu den vertretenen Familiennamen gehören Beske, Beutler, Bohnenstengel, Dinse, Döpke, Grießbach, Habeck, Hoefs, Krüger, Schwichtenberg, Teß und Zühlsdorf. Letzterer wird als Gemeindevorsteher genannt.Adreßbuch des gesamten Kreises Naugard (Pommern), Ausgabe 1931, Naugarder Kreisdruckerei, Naugard 1931, S. 199. Digitalisat: Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern.
Heute mini|hochkant|Bildstock aus dem Jahr 1953 in Imno, 2007
Heute gehört Imno zur Gmina Goleniów im Powiat Goleniowski in der Woiwodschaft Westpommern.Urząd Gminy i Miasta w Goleniowie: „Wykaz sołectw und osiedli“, Eintrag „Imno“: Wykaz sołectw i osiedli. 2011 hatte der Ort 228, im Jahr 2021 insgesamt 269 Einwohner.Einwohnerzahl Imno auf www.citypopulation.de, abgerufen am 19. August 2026
Literatur Józef Kazaniecki: Mosty na przestrzeni wieków. Cz. 2, Mosty Osiedle i Przepiórki (2021).Józef Kazaniecki: Mosty na przestrzeni wieków. Cz. 2, Mosty Osiedle i Przepiórki. Mosty 2021, 266 S., ISBN 978-83-947358-4-5. Bibliotheksnachweis: Jagiellonische Digitale Bibliothek, Mosty na przestrzeni wieków. Cz. 2.
Weblinks
Statistische Informationen zu Imno (polnisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Gmina Goleniów Kategorie:Ort in Pommern Kategorie:Ort der Woiwodschaft Westpommern