mini| Alexander George McAdie zirka 1885 mini| Alexander George McAdie zirka 1900 Alexander George McAdie (* 4. August 1863 in New York City; † 1. November 1943 in Hampton, Virginia) war ein US-amerikanischer Meteorologe und Seismologe.

Leben Alexander George McAdie kam am 4. August 1863 als Sohn der in Schottland geborenen Eltern John McAdie (1825–1907) und Ann McAdie, geb. Sinclair, in New York City zur Welt. In der Familie gab es drei ältere Geschwister, John Jr. (1855–1932), Williamina (1856–1943) und William (1858–1943).

McAdie machte 1881 am College of the City of New York den Bachelor- und 1884 den Master-Abschluss, gefolgt von einem weiteren Master-Abschluss 1885 an der Harvard-Universität. Von 1886 bis 1887 arbeitete er am Army Signal Office, dem Vorläufer des National Weather Service, lehrte von 1889 bis 1890 Physik und Meteorologie an der Clark University und von 1891 bis 1895 am Weather Bureau in Washington, D. C. Anschließend war er beim Wetterdienst in San Francisco tätig und ab 1903 als Professor am dortigen Zweig des Weather Bureau. Unter dem Eindruck des Erdbebens von San Francisco 1906 initiierte er die Gründung der Seismological Society of America. 1913 ging er als Professor für Meteorologie nach Harvard und wurde Direktor des Blue Hill Meteorological Observatory, wo er bis zu einer Emeritierung 1931 blieb. Im Kriegsjahr 1917 bildete er US-Navy-Offiziere meteorologisch aus und nahm 1918 an den Küsten Irlands und Frankreichs selbst als Lieutenant Commander zur Unterstützung von Patrouillenflügen am Ersten Weltkrieg teil.

Am 7. Oktober 1893 heiratete McAdie Mary Randolph Browne (1864–1961), die Ehe blieb kinderlos. Alexander McAdie starb am 1. November 1943, seine Geschwister Williamina und William waren zuvor im selben Jahr verstorben, im Alter von 80 Jahren und wurde auf dem Monticello-Friedhof im Albemarle County in Virginia begraben.

Werk mini|The Clouds and Fogs of San Francisco McAdie gilt als Vater der modernen Meteorologie, er befasste sich mit der Atmosphäre in großen Höhen, mit Wolken und Nebel, mit Methoden der Wettervorhersage und veröffentlichte klimatologische Untersuchungen. Er behandelte aber auch seismologische und historische Themen. Die Smithsonian Institution gab einen von ihm erstellten Katalog von Erdbeben der Pazifikküste heraus. In der kurzen Abhandlung „Nova Albion–1579“ befasste er sich mit der Erkundung der Nordwestküste Amerikas durch Francis Drake und schon in den 1890ern mit dem berühmten Drachenexperiment von Benjamin Franklin zur atmosphärischen Elektrizität und stellte eigene Experimente dazu an. Er schrieb auch über geeignete Standorte von Sternwarten und war 1913 im Direktorium der Astronomical Society of the Pacific vertreten. Er hatte über 200 Veröffentlichungen und ist Autor folgender Bücher:

Ehrungen Am 18. März 1905 wurde der Berg Mt McAdie der Sierra Nevada nach Alexander George McAdie benannt. 1915 wurde McAdie zum Präsidenten der Seismological Society of America gewählt. Im Oktober 1915 wurde er zum Fellow der American Antiquarian Society gewählt. 1917 wurde McAdie zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt. Das Fleet Weather Center in Norfolk ist nach McAdie benannt. Im Jahre 1973 benannte die Internationale Astronomische Union den Mondkrater McAdie offiziell nach Alexander George McAdie.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Meteorologe Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Lieutenant Commander (United States Navy) Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University) Kategorie:Hochschullehrer (Clark University) Kategorie:Absolvent der Harvard University Kategorie:Absolvent der New York University Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1863 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann