Rhee Jhoon-goo (* 7. Januar 1932 in Asan-gun, Chungcheongnam-do, damaliges Japanisches Kaiserreich, heutiges Südkorea; † 30. April 2018 in Arlington County, Virginia, USA), auch bekannt als Jhonn Rhee, war ein südkoreanischer Taekwon-Do Kampfkünstler. Er gilt als Vater des amerikanischen Taekwon-Do, da er diese Kampfkunst nach Amerika brachte, als er in den 1950er Jahren dorthin einwanderte. Er trug den 10. Dan (Schwarzgurt) und führte den Titel eines Großmeisters.
Frühes Leben und Ausbildung Rhee wurde am 7. Januar 1932, in Asan, Chōsen (heute Südkorea) geboren. Er begann 1945 im Alter von 13 Jahren ohne das Wissen seines Vaters mit dem Kampfkunsttraining. In der Chung Do Kwan (Kwan bedeutet Schule) wurde er von Nam Tae-hi unterrichtet. Während seiner Zeit als Offizier der südkoreanischen Armee ging er 1956 in die USA, um das San Marcos Southwest Texas State College zu besuchen. 1957 wurde er nach Südkorea zurückgerufen, um den verbliebenen einjährigen aktiven Militärdienst zu leisten. Ende 1957 kehrte er nach Texas zurück und begann 1958 ein Ingenieurstudium. 1959 wechselte er an die University of Texas in Austin. Um sein Studium fortzusetzen, benötigte er eine Einnahmequelle und so begann er seine Kampfkunst zu unterrichten. Später erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Karriere Im August 1964 freundete sich Rhee mit Bruce Lee an – eine Beziehung, von der beide als Kampfkünstler profitierten. Lee brachte Rhee einen außerordentlich schnellen Schlag bei, der als nahezu unblockbar galt – eine Technik, die Rhee als „Accupunch“ bezeichnete.
Während seiner Studienzeit in Texas verlieh Rhee 1963 seinen ersten schwarzen Gürtel an Allen Steen und drei Monate später an Pat Burleson. Gemeinsam gründeten die beiden die einflussreiche Southwest Black Belt Association (später American Black Belt Association) aus der zahlreiche Champions hervorgingen.
Nach seinem College-Abschluss zog Rhee an die Ostküste und eröffnete 1962 in Washington, D.C., sein erstes Studio in den USA und im Laufe der Zeit weitete er sein Angebot auf elf Studios in der Metropolregion Washington aus.
1973 hatte Rhee seine einzige Hauptrolle in einem Film, und zwar in einer Hongkong-Produktion „When Taekwondo Strikes“; außerdem hatte er eine kleine, nicht im Abspann erwähnte Rolle an der Seite von Bruce Lee in „Fist of Fury“.
1975 traf er Muhammad Ali vor dessen Kampf gegen Joe Frazier, dem sogenannten „Thrilla in Manila“. Rhee demonstrierte Ali den „Accupunch“. Ali konnte den Schlag nicht abwehren und bat ihn darum, ihm diesen zu lehren. Rhee fungierte als Cheftrainer Alis bei dessen Kämpfen gegen Richard Dunn und Antonio Inoki.
Mitte der 1980er Jahre betrieb Rhee ein Netzwerk von elf Kampfsportschulen im Raum Washington, D.C.
In dieser Region war Rhee durch einen Fernsehwerbespot bekannt geworden, der einen Jingle von Nils Lofgren enthielt und in dem seine Tochter den Slogan „Nobody bothers me“ (Niemand stört mich) sprach, woraufhin sein Sohn mit den Worten „Nobody bothers me, either“ (Mich stört auch niemand) antwortete und dabei zwinkerte.
Im Jahr 2000 war Rhee der einzige Koreanisch-Amerikaner, der vom National Immigrant Forumhttps://forumtogether.org/National Immigration Forum, englisch, abgerufen am 11. August 2026 und dem Immigration and Naturalization Service in die Liste der 203 bekanntesten Einwanderer des Landes aufgenommen wurde.
Rhee wurde 2007 in die Taekwondo Hall of Fame aufgenommen, in der er als Pionier des Taekwondo sowohl in den USA als auch in Russland geführt wird. Rhee steht auf Choi Chang Keuns Liste der Taekwondo-Pioniere.
Tod Rhee starb am 30. April 2018 in Arlington, Virginia, im Alter von 86 Jahren.
Weblinks Jhoon Rhee Institute of Tae Kwon Do Martial Arts Encyclopedia Special Demo by Grandmaster Jhoon Rhee at 1996 Jhoon Rhee Internationals, YouTube, 2014 (Laufzeit: 7 min 56 s) Jhoon Rhee Taekwondo Nobody Bother Me Commercial, YouTube, 2007 (Laufzeit: 31 s)
Einzelnachweise
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