Zawroty () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki. mini|Hauptstraße in Zawroty

Geographische Lage Zawroty liegt südöstlich des Zawrockie Jezioro () im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer südöstlich der Stadt Morąg bzw. 16 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Der einstige Gutsort Swenkendorf war bereits zur Ordenszeit als ein Hakendorf bekannt und gehörte zum Kammeramt Mohrungen in der Komturei Elbing.Dietrich Lange: Schwenkendorf, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Schwenkendorf Im Jahre 1448 fand sich ein Eintrag des Dorfs im Zinsbuch.

1785 war Schwenkendorf ein königliches Vorwerk mit drei Feuerstellen und dem Kirchspiel Eckersdorf zugehörig, 1820 ein Erbpachtvorwerk mit fünf Feuerstellen bei 51 Einwohnern.

Im 19. Jahrhundert besaß der Gutsbesitzer Ebel das Erbpachtgut Schwenkendorf. Er war nach 1841 auch Mitglied des Provinziallandtags der Provinz Preußen innerhalb der nicht-ritterschaftlichen, wohl aber meist bürgerlichen ländlichen Großgroßgrundbesitzer.

Als 1874 der Amtsbezirk Eckersdorf im ostpreußischen Kreis Mohrungen und Regierungsbezirk Königsberg errichtet wurde, gehörte Schwenkendorf von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Eckersdorf Von 1880 bis 1989 stellte die Schwendorfer Gutsbesitzerfamilie Döhring den Amtsvorsteher. Das Amt ging von 1889 bis 1930 an die Gutsbesitzerfamilie Rekittke über. Diese Familie wurde auf Gut Schwenkendorf zu einer renommierten ostpreußischen Saatzuchtfamilie.

Am 31. Oktober 1928 vergrößerte sich Schwenkendorf, als es sich mit den Nachbarorten Gehlfeld (= Gut) mit Gehlfeld (= Försterei) und Katzendorf zur neuen Landgemeinde vereinigte. Die Gemeinde zählte im Jahre 1933 296 und im Jahre 1939 286 Einwohner.

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten wurde, erhielt Schwenkendorf die polnische Namensform „Zawroty“. Heute ist das Dorf mit den Ortsteilen Kadzianka und Lusajny Małe eine Ortschaft im Verbund der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Religion Bis 1945 war Schwenkendorf in die evangelische Kirche Eckersdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Joseph in Mohrungen im damaligen Bistum Ermland eingegliedert.

Heute gehört Zawroty zur evangelischen Kirchengemeinde in der Stadt Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie zur katholischen Pfarrkirche in Florczaki im jetzigen Bistum Elbląg.

Verkehr mini|Ortseinfahrt Zawroty der Woiwodschaftsstraße 527 Zawroty liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 527 (frühere deutsche Reichsstraße 133), die die Städte Dzierzgoń, Pasłęk und Morąg mit der Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn verbindet.

Die nächste Bahnstation ist Żabi Róg an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (–Elbląg).

Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Schwenkendorf

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg