Der Mosenbach ist ein rund 7,5 Kilometer langer Wildbach im Bezirk March des Schweizer Kantons Schwyz und ein Quellbach der Kleinen Aa (Chli Aa), die in den Zürichsee fliesst. Er ist damit ein indirekter Zufluss der Limmat im Einzugsgebiet des Rheins.
Geschichte Der Mosenbach floss in der ursprünglichen Naturlandschaft einst vom steilen Berghang über dem Zürichseegebiet zum ausgedehnten Flussdelta der Wägitaler Aa (oder einfach: Aa) hinunter und durch die Sumpflandschaft auf deren linker Seite. Je nach Lage der noch ungezähmten Aa war er ein linker Nebenbach dieses Gewässers oder floss neben diesem direkt in den Zürichsee beziehungsweise mündete westlich davon in den Spreitenbach.
In historischer Zeit wurde der Mosenbach in der nach und nach umgestalteten Kulturlandschaft am Bergfuss beim Dorf Galgenen kanalisiert und vertieft und diente als Entwässerungsgraben im Feuchtgebiet «Feldmoos». Bei Lachen wurde er zu einem unbekannten Zeitpunkt mit einer Kanalbrücke über den Spreitenbach geleitet und mit dem Namen «Mühlebach» als Kraftquelle für Gewerbebetriebe genutzt. Der Mühlebach mündete nahe beim Dorfzentrum in den Zürichsee.
Oberhalb von Galgenen trieb der Bach früher das Wasserwerk einer Sägerei an.
Beim Bau der 1875 eröffneten Linksufrigen Zürichseebahn erhielt der Mosenbach einen Durchlass unter dem Bahndamm am Feldmoos.
Seit dem Bau der Hochwasserschutzdämme neben der Wägitaler Aa im 19. Jahrhundert und in den 1910er Jahren sammelt der Mosenbach die Bäche links vom Fluss und nimmt besonders auch den Aarbach auf, der früher ein Nebenbach der Aa war.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Feldmoos trockengelegt und die Überführung des Mosenbachs zum Mühlebach aufgegeben. Der Spreitenbach und die Kleine Aa wurden massiv verbaut, und der Mosenbach mündet seither neben dem Spreitenbach in den tiefen Graben der Kleinen Aa. In den 1970er Jahren erhielt der Mosenbach beim Bau der Autobahn A3 einen neuen, rund 250 Meter langen Durchlass unter der Bahnlinie, der Autobahn und der Feldmoosstrasse (Hauptstrasse 390) sowie der St. Gallerstrasse.
Ökologie Das Quellgebiet des Mosenbachs unter der Pfiffegg liegt im kantonalen Naturwaldreservat «Rinderweidhorn».Schutzgebiet-Nummer: 160_SZ_29.
Die Sohle des Oberlaufs ist im steilen, bewaldeten Bergtal mit zahlreichen, massiven Sperrmauern verbaut. 1975 genehmigte der Regierungsrat des Kantons Schwyz ein Projekt zur Verbauung des Mosenbachs und seiner beiden Nebenbäche Visibach und Aarbach; für den Unterhalt des Gewässers ist im Oberlauf die Wuhrkorporation Mosenbach Galgenen zuständig.
Der Bachgraben im Feldmoos ist als kommunales Schutzgebiet der Gemeinde Lachen verzeichnet. Bei einem Hochwasserereignis ist das Feldmoos als Retentionsfläche bestimmt.
Im Mosenbach und seinen Nebengewässern besteht der grösste noch vorhandene zusammenhängende Lebensraum des Steinkrebses im Kanton Schwyz.
Siehe auch Liste der Nebenflüsse der Limmat
Weblinks
Verlauf des Mosenbachs auf dem Geoportal des Kantons Schwyz Mosenbach auf schweizerfluss.ch
Einzelnachweise
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