mini|Land Budissin und Görlitz im 14. Jahrhundert Land Görlitz war im 13. und 14. Jahrhundert die Bezeichnung für den östlichen Teil der Oberlausitz zwischen Görlitz und Lauban. 1268 hatten die askanischen Markgrafen der Mark Brandenburg die Oberlausitz in zwei selbständige Länder geteilt, Land Budissin und Land Görlitz, mit je einem eigenen Landvogt. Görlitz war die Hauptstadt des Landes Görlitz.

1319, nach dem Tod des letzten askanischen Markgrafen Waldemar, kehrte das Land Budissin wieder zur Krone Böhmen zurück. Das Land Görlitz hingegen wurde von Heinrich I. von Jauer besetzt. König Johann von Böhmen, der militärische Auseinandersetzungen um Görlitz vermeiden wollte, verpfändete das Land Görlitz an Heinrich von Jauer. Der musste aber 1329 das Land Görlitz an Böhmen zurückzugeben. König Johann versicherte für sich und seine Nachfolger, Land und Städte der Oberlausitz in Zukunft weder zu verkaufen noch zu verpfänden.

Siehe auch Landvögte von Bautzen Landvögte von Görlitz

Literatur Joachim Bahlcke: Geschichte der Oberlausitz. Herrschaft, Gesellschaft und Kultur vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Leipziger Universitätsverlag, 2. Aufl. 2004. ISBN 3-935693-46-X ()

Einzelnachweise Gertrud Eva Schrage: Die Oberlausitz bis zum Jahre 1346. In: Joachim Bahlcke (Hrsg.): Geschichte der Oberlausitz. Herrschaft, Gesellschaft und Kultur vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. 2. Auflage. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-935693-46-X, S. 55–97 () Martin Reuther: Verfassung und Verwaltung der Oberlausitz bis zum Beginn des Sechsstädtebundes 1346. In: Martin Reuther (Hrsg.): Oberlausitzer Forschungen - Beiträge zur Landesgeschichte. Koehler & Amelang, Leipzig 1961.

Kategorie:Geschichte der Oberlausitz Kategorie:Görlitzer Geschichte