Lusajny Małe () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Lusajny Małe liegt am Südufer des Jezioro Narie () im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, neun Kilometer südöstlich der Stadt Morąg bzw. 20 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Der kleine Ort seinerzeit Klein Luzeynen – nach 1820 Klein Luzainen und nach 1910 Klein Luzeinen geschrieben – bestand in seinem Kern aus zwei mittleren Höfen und wuirde bereits 1433 urkundlich erwähnt.Dietrich Lange: Klein Luzeinen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1820 zählte das Dorf zwölf Einwohner.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Klein Luzeinen
Als 1874 der Amtsbezirk Eckersdorf im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte die Landgemeinde Klein Luzeinen von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Eckersdorf
17 Einwohner waren im Jahre 1885 in Klein Luzeinen registriert, im Jahre 1910 waren es zehn.
Am 30. September 1928 verlor Klein Kuzeinen seine Eigenständigkeit, als es sich mit dem Nachbarort Willnau zur neuen Landggemeinde Willnau zusammenschloss und am 21. September 1929 als Ortsteil der Gemeinde Willnau in den Amtsbezirk Reichau umgegliedert wurde.Rolf Jehke: Amtsbezirk Reichau
Sei 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten wurde, trägt Klein Luzeinen die polnische Namensform „Lusajny Małe“. Das Dorf ist heute ein część wsi Wilnowo (= „ein Teil des Ortes Wilnowo“) und somit eine Ortschaft im Verbund der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Religion Bis 1945 war Klein Luzeinen als Ortsteil von Willnau in die evangelische Kirche Reichau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Joseph in Mohrungen im damaligen Bistum Ermland.
Heute gehört Lusajny Małe katholischerseits zu Boguchwały im jetzigen Bistum Elbląg sowie evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Lusajny Małe liegt an einer Nebenstraße, die bei Żabi Róg von der Woiwodschaftsstraße 527 (einstige Reichsstraße 133) abzweigt und über Kadzianka und Wilnowo bis nach Boguchwały führt.
Żabi Róg ist die nächste Bahnstation. Sie liegt an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo zur Weiterfahrt nach Elbląg.
Einzelnachweise
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