mini|hochkant|Julio César Rodríguez (2020) Julio César Rodríguez Sierra (* 2. Juli 1969 in Concepción) ist ein chilenischer Fernsehmoderator und Radiomoderator. Derzeit moderiert er auf seinem eigenen YouTube-Kanal die Interviewsendung La Junta.
Wirken Er arbeitete 13 Jahre lang bei Chilevisión (2013–2026), wo er von 2025 bis zum Ende seiner Tätigkeit Programmdirektor war. Darüber hinaus war er als Radiomoderator bei Radio Bío-Bío tätig.
Rodríguez wurde im Medienbereich vor allem durch seine eigenen Late-Night-Shows bekannt. Dazu zählen insbesondere die Sendungen Sin Dios ni late und Síganme los buenos (SLB). Seine Bekanntheit durch erstere führte dazu, dass er von Stefan Kramer in der Sendung Halcón y camaleón des Senders Televisión Nacional de Chile (TVN) parodiert wurde. Bei TVN hatte Rodríguez zu Beginn seiner Fernsehkarriere gearbeitet.
Mit SLB erlangte Rodríguez erneut größere Bekanntheit, nachdem er den evangelikalen Pastor Javier Soto interviewt und dessen homophobe Äußerungen im Verlauf des Gesprächs scharf kritisiert hatte. Dabei fragte er Soto sogar, ob dieser sich jemals selbst gefragt habe: „¿seré hueón?“.
Im Jahr 2020 startete er seine Talkshow La Junta, die ausschließlich per Streaming auf YouTube ausgestrahlt wird. Zu Beginn zeichnete sich die Sendung durch eine redaktionelle Linie aus, die den Forderungen der sozialen Proteste in Chile positiv gegenüberstand und Sänger des Urban-Genres und verwandter Musikrichtungen in den Mittelpunkt stellte. Später öffnete sich die Sendung auch anderen Persönlichkeiten der Populärkultur, darunter dem Fußballkommentator Claudio Palma, dem Sänger Américo und dem Schauspieler Daniel Muñoz.
Zu seinen weiteren Projekten gehört der Streamingkanal Yuly. Außerdem betreibt er die Podcasts ¿Seré Weón?, Somos o no somos amigos und ¡Por qué tenía que decirlo!, das er gemeinsam mit dem Journalisten José Antonio Neme moderiert.
Rodríguez ist einer der Eigentümer des Restaurants „Las Carnes de Morandé“. Im Jahr 2015 eröffnete er das Teatro Coca Cola City, dessen Eigentümer er war. Im sportlichen Bereich ist er Anhänger des Club Deportivo Arturo Fernández Vial und „Ehrenbürger“ (hijo ilustre) der Gemeinde Hualpén, wo er seine Kindheit, Jugend und frühe Erwachsenenzeit verbrachte.
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