Der U-23-Afrika-Cup 2011 (offiziell: CAF U-23 Championship 2011) war die erste Austragung der von der Confédération Africaine de Football veranstalteten Kontinentalmeisterschaft für U-23-Nationalmannschaften. Das Turnier fand vom 26. November bis zum 10. Dezember 2011 in Marrakesch und Tanger in Marokko statt.
Der Wettbewerb bildete die letzte afrikanische Qualifikationsrunde für das Fußballturnier der Olympischen Sommerspiele 2012 in London. Die drei bestplatzierten Mannschaften qualifizierten sich direkt, während der Viertplatzierte ein interkontinentales Entscheidungsspiel gegen einen Vertreter der AFC bestreiten musste.
Afrikameister wurde die gabunische U-23-Auswahl, die Gastgeber Marokko im Finale mit 2:1 besiegte. Den dritten Platz belegte die ägyptische Mannschaft durch einen 2:0-Sieg gegen den Senegal. Gabun, Marokko und Ägypten qualifizierten sich damit direkt für die Olympischen Spiele. Der Senegal erhielt als Viertplatzierter einen Startplatz im interkontinentalen Entscheidungsspiel und setzte sich dort im April 2012 mit 2:0 gegen den Oman durch.
Austragungsorte Ursprünglich war die Austragung in Ägypten vorgesehen. Aufgrund der damaligen Sicherheitslage zog sich der ägyptische Verband als Gastgeber zurück, woraufhin die CAF das Turnier im Oktober 2011 nach Marokko verlegte.
Die Spiele wurden im Stade de Marrakech in Marrakesch und im Stade Ibn Batouta in Tanger ausgetragen.
Qualifikation Die Qualifikation wurde zwischen Oktober 2010 und Juni 2011 in einer Vorrunde sowie zwei anschließenden K.-o.-Runden mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Da das Turnier erst nach Abschluss der Qualifikation von Ägypten nach Marokko verlegt wurde, nahm auch der spätere Gastgeber an den Qualifikationsspielen teil.
Teilnehmer
Vorrunde Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen mit jeweils vier Mannschaften ausgetragen. Die beiden Gruppenersten und Gruppenzweiten qualifizierten sich für das Halbfinale. Bei Punktgleichheit entschied zunächst das Ergebnis des direkten Vergleichs.
Gruppe A
|} Quellen: RSSSF
Gruppe B
|} Quellen: RSSSF
Finalrunde Die beiden Finalisten qualifizierten sich unmittelbar für die Olympischen Spiele. Die unterlegenen Halbfinalisten spielten um den dritten direkten Startplatz und die Teilnahme am interkontinentalen Entscheidungsspiel.
Spielplan
Halbfinale
Spiel um Platz 3
Finale
Torschützenliste Der Marokkaner Abdelaziz Barrada und der Nigerianer Raheem Lawal waren mit jeweils drei Treffern die erfolgreichsten Torschützen des Turniers. Barrada erzielte alle drei Tore in Spielen gegen Nigeria und Ägypten, während Lawal seine drei Treffer innerhalb einer Halbzeit gegen Algerien erzielte.
Weblinks Turnier- und Qualifikationsübersicht bei der Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation
Einzelnachweise
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