Das Königsschloss Knyszyn (polnisch: Dwór królewski w Knyszynie) war ein Renaissance-Schloss der polnischen Könige im polnischen Knyszyn, das heute eine Ruine ist. Vorgängeranlage des Schlosses war eine Burg.
Lage Die Burgruine liegt auf dem Burgberg in Knyszyn in der heutigen Woiwodschaft Podlachien.
Geschichte Die Burg gehörte den Radziwiłł, denen sie von Königin Bona Sforza in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entzogen wurde. In den Jahren von 1553 bis 1572 wurde die Burg zur königlichen Residenz für Sigismund II. August im Stil der Renaissance von Hiob Praÿetfuess ausgebaut und als Jagdschloss genutzt. König Sigismund II. August war hier insgesamt 22 mal zu Gast und starb 1572 in dem Königsschloss. Ab 1580 lebte der Hetman Jan Zamoyski und ab 1630 der Prinz Ladislaus Vasa. 1601 und 1676 wurde das Schloss barockisiert. Den letztern Umbau leitete Tylman van Gameren. 1764 brannte das Königsschloss ab. 1862 wurde es im Stil der Neugotik umgestaltet. Das Schloss wurde schließlich im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach 1945 wurde die Fläche als Volkseigenes Gut bewirtschaftet. Es sind nur noch Mauerreste erhalten.
Siehe auch Liste der Burgen und Schlösser in der Woiwodschaft Podlachien
Literatur M. Paździor, Dwór królewski Zygmunta Augusta w Knyszynie, [in:] Rocznik Białostocki, Band 8 (1967), Muzeum w Białymstoku, Białystok 1968, S. 359–395
Knyszyn Kategorie:Gmina Knyszyn Kategorie:Kulturdenkmal in der Woiwodschaft Podlachien Knyszyn Kategorie:Erbaut in den 1530er Jahren Kategorie:Burgruine in Polen Kategorie:Befestigungsanlage (Frühe Neuzeit) Kategorie:Zerstört im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Baurest Kategorie:Sigismund I. (Polen)