Viviane Eisold, verheiratete Viviane Eisold-Pernthaller (* 31. Januar 1978 in Leipzig, DDR), ist eine deutsch-österreichische Autorin und Singer-Songwriterin, die hauptberuflich in der Kinderbetreuung und als psychologische Beraterin tätig ist.
Leben und Wirken Viviane Eisold wurde am 31. Januar 1978 als Tochter von Norbert Eisold (* 1955), der zum Zeitpunkt ihrer Geburt am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studierte,Curriculum Vitae von Norbert Eisold, abgerufen am 4. August 2026 in Leipzig geboren und wuchs in Blankenburg im Harz auf. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie ab 1986 und schrieb im Alter von 15 Jahren ihre ersten eigenen Lieder. Im Jahr 1995 wurde ihr selbst verfasstes Theaterstück Dieselbe Geige von einem Schülerensemble aufgeführt. Nach ihrer schulischen Ausbildung, die sie mit dem Abitur in Blankenburg abschloss, begann sie ein Studium der Kulturpädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim mit der Fächerkombination Literatur, Theater und Musik. Das Studium wurde im Jahr 2000 in Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis umbenannt; Eisold schloss dieses Studium im Jahr 2001 als diplomierte Kulturwissenschaftlerin ab. Noch während ihres Studiums verfasste Eisold neben kurzen Erzählungen und Prosaskizzen auch noch rund 50 Lieder. Nebenbei befasste sie sich bereits während ihrer Jugend und auch darüber hinaus mit Pantomime, Puppentheater und Erzähltheater. So wirkte sie etwa 1998 für einige Zeit als Regieassistentin im Puppentheater Halle oder war im Frühjahr 2000 als Regie- und Dramaturgieassistentin beim Theater Waidspeicher, einem Puppentheater in Erfurt, beschäftigt. Neben ihrem Studium wirkte sie zudem von 1998 bis zu ihrem Abschluss 2001 als Mitarbeiterin an der Universitätsbibliothek Hildesheim mit. Zudem war sie zwischen Februar und April 1999 für mehrere Wochen im Projektteam des 4. Sachsen-Anhalt-Tags in Halberstadt tätig, wo sie unter anderem für die Gestaltung von fünf Festwagen zuständig war.
Im Jahr 2001 übersiedelte sie nach Wien und gründete hier die Band Vaie. Seit dem Jahr 2005 arbeitet Eisold nebenberuflich als selbstständige Künstlerin. Neben Auftritten als Singer-Songwriterin mit und ohne Band schreibt sie Prosa und dramatische Texte für Kinder und Erwachsene. Nach ihrer Übersiedelung nach Österreich war sie dort unter anderem von 2004 bis 2009 als freie Mitarbeiterin als Assistentin im Seminarmanagement eines Sicherheitsunternehmens beschäftigt und trat daneben von November 2007 bis Juni 2010 als Museumsführerin in der Österreichischen Nationalbibliothek in Erscheinung. Als ab Sommer 2006 das Klingende Mozart-Mobil – ein ausrangierter und umgebauter Doppeldeckerbus der Berliner Verkehrsbetriebe – in ganz Wien unterwegs war,Das "Mozart-Mobil" tingelt durch Wien, abgerufen am 4. August 2026 leistete Eisold hierbei musikpädagogische Arbeit und tourte mit dem Projekt bis Jahresende durch Wien. Von 2008 bis 2011 war Eisold erstmals als Kinderbetreuerin tätig. Nach einer Unterbrechung, unter anderem wegen der Geburt ihrer Tochter, arbeitete sie von 2018 bis 2020 erneut in diesem Bereich im 9. Wiener Gemeindebezirk; seit 2020 ist sie im 14. Bezirk tätig. Nebenbei absolvierte sie von 2021 bis 2023 eine Ausbildung in der Lebens- und Sozialberatung an der Dialogakademie Pressbaum und arbeitet seit Sommer 2022 nebenberuflich selbstständig als Lebens- und Sozialberaterin.
Eisold ist verheiratet, Mutter einer 2011 geborenen Tochter sowie eines 2015 geborenen Sohnes, und lebt mit ihrer Frau und den Kindern in Purkersdorf.
Schriftstellerisches Schaffen Nach der Jahrtausendwende brachte Michaela Rohn das Buch Die Weihnachtsfrau kommt. Etwas andere Weihnachtsgeschichten, in dem Eisold die Geschichte Weihnachtsmeerchen beisteuerte. Zu dieser Zeit war sie auch noch kulturwissenschaftlich tätig und war unter anderem mit dem Beitrag Dadaismus in Berlin in dem im Jahr 2001 im Reclam-Verlag erschienenen Werk Das literarische Berlin im 20. Jahrhundert. Mit aktuellen Adressen und Informationen von Silvio Vietta beteiligt. Im Jahr 2005 wirkte sie anlässlich zweier Ausstellungen als Herausgeberin der dazu erschienenen Kataloge mit. Dazu gehörten Über Kreuz mit der Welt. Ferdinand Nigg und Schüler. Magdeburger Jahre 1902–1912. Forum Gestaltung Magdeburg. Magdeburg, 1. Juli bis 19. August 2005, das in einer Zeit entstand, in der ihr Vater seine Mitarbeit am Forum begann, sowie Gesammelte Bilder – Gesammeltes Leben. Werke der Klassischen Moderne. Eine Gabe an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Lyonel-Feininger-Galerie, 21. Mai bis 4. Oktober 2005, an dem ihr Vater ebenfalls mitwirkte und während dessen Entstehung als Ausstellungsleiter der Lyonel-Feininger-Galerie tätig war. Im Jahr 2005 war sie mit Der Feind an dem queer-Roman As long as beteiligt und veröffentlichte ab dieser Zeit auch einige Werke, die der Kinderliteratur zuzuordnen sind.
Werke (Auswahl) Weihnachtsmeerchen. In: Michaela Rohn (Hrsg.): Die Weihnachtsfrau kommt. Etwas andere Weihnachtsgeschichten. Aufbau, Berlin 2000, ISBN 978-3-7466-1624-7. Dadaismus in Berlin. In: Silvio Vietta (Hrsg.): Das literarische Berlin im 20. Jahrhundert. Mit aktuellen Adressen und Informationen. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-15-010481-1. Der Feind. In: Milena Verlag (Hrsg.): As long as. Milena, Wien 2005, ISBN 978-3-85286-132-6. Schmökerzwerge. Ponygeschichten. Gondrom, Bindlach 2005, ISBN 978-3-8112-2587-9. Schmökerbären. Ponygeschichten. Gondrom, Bindlach 2007, ISBN 978-3-8112-2990-7. Schmökerbären. Reiterhofgeschichten. Gondrom, Bindlach 2007, ISBN 978-3-8112-2994-5. Die Osteria. Pixi-Bücher Nr. 2272, Serie 250, Carlsen, Hamburg 2018, ISBN 978-3-551-04311-5. Kumm, wi sägeln! Quickborn-Verlag, Hamburg 2019, ISBN 978-3-87651-468-0.
Beiträge in Kinderschatz. Geschichten von meinem Schutzengel. Gondrom, Bindlach 2006, ISBN 978-3-8112-2708-8. Kinderschatz. Meine schönsten Schutzengelgeschichten. Gondrom, Bindlach 2007 (bzw. 2005?), ISBN 978-3-8112-2914-3. Ulrike Stephan (Hrsg.): Kinderschatz. Zauberhafte Prinzessinnen-Geschichten. Gondrom, Bindlach 2007, ISBN 978-3-8112-2983-9.
Herausgeberschaften Über Kreuz mit der Welt. Ferdinand Nigg und Schüler. Magdeburger Jahre 1902–1912. Forum Gestaltung Magdeburg. Magdeburg, 1. Juli bis 19. August 2005. (zusammen mit Norbert Eisold), Verlag Forum Gestaltung, Magdeburg 2005, ISBN 978-3-935971-22-5. Gesammelte Bilder – Gesammeltes Leben. Werke der Klassischen Moderne. Eine Gabe an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Lyonel-Feininger-Galerie, 21. Mai bis 4. Oktober 2005. (zusammen mit Norbert Eisold), Verlag Lyonel-Feininger-Galerie, Quedlinburg 2005, ISBN 978-3-935971-22-5.
Auszeichnungen (Auswahl) 2003: 2. Preis des 4. Memminger Autorenwettbewerbs 2003: 2. Preis des 5. Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreises für das Kindertheaterstück „Kleine Sonnige, großer Zorniger“ (gekoppelt an das Stipendium „Paul Maar“ des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland) 2004: Finalistin beim Poetry Slam des ORF18 Finalisten bei Österreichs "Poetry Slam", abgerufen am 5. August 2026 2005: Stipendiatin des 9. Klagenfurter Literaturkurses, Förderungspreis für Literatur des Landes Kärnten (siehe Kulturpreis des Landes Kärnten)Kulturpreis des Landes geht an Landesarchivdirektor i.R. Wilhelm Neumann, abgerufen am 5. August 2026 2005: Stipendiatin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2006: Shortlist des Eichborn-Jubiläums-Autoren-Wettbewerbs mit dem Roman Wasserläufer 2014: DIXI Kinderliteraturpreis in der Kategorie „Text“ für ihren Text Käte, Wolle und der WindDIXI Kinderliteraturpreis 2014 – Die PreisträgerInnen des Kinderliteraturpreises, abgerufen am 5. August 2026
Literatur
Weblinks
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Einzelnachweise
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