mini|Amy S. Gladfelter (2018) Amy Susanne Gladfelter (* 1974) ist eine US-amerikanische Zellbiologin und Hochschullehrerin an der Duke University.

Leben und Wirken Gladfelter wuchs in Zentralflorida auf.Amy Gladfelter Q & A, abgerufen am 3. August 2026 (englisch). Nach ihrem Schulabschluss studierte sie Biologie an der Princeton University, wo sie ihr Studium 1996 mit einem Bachelorabschluss beendete. 2001 wurde sie an der Duke University zur Ph.D. promoviert. In der Folge arbeitete sie in verschiedenen Labors, unter anderem dem von Daniel Lew an der Duke University und als Postdoc bei Peter Philippsen an der Universität Basel.Amy Gladfelter: Fungi with a streak of individuality, abgerufen am 3. August 2026 (englisch). 2006 wurde Gladfelter zum Assistant Professor am Dartmouth College ernannt, wo sie 2012 zum Associate Professor aufstieg. Parallel dazu arbeitete sie ab 2012 als beigeordnete Wissenschaftlerin am Woods Hole Oceanographic Institution in Massachusetts. Dort wurde sie 2017 zum Fellow ernannt. 2017 wechselte sie auf einen Biologielehrstuhl an die University of North Carolina at Chapel Hill, wo sie 2022 zur ordentlichen Professorin ernannt wurde. 2023 kehrte sie als Professorin an die Duke University zurück, wo sie seitdem Duke Health Distinguished Professor of Cell Biology and Biomedical Engineering ist. Daneben ist sie assoziiertes Mitglied der medizinischen Fakultät und gehört dem Duke Krebsforschungsinstitut an. Neben Kursen in Zellbiologie und Bioengineering gibt Gladfelter auch gynäkologische Veranstaltungen.

Ehrungen Gladfelter ist Trägerin zahlreicher Auszeichnungen. Unter anderem wurde sie 2012 mit dem Karen E. Wetterhahn Memorial Award for Distinguished Creative and Scholarly Achievement ausgezeichnetTen Professors Honored With Faculty Awards, abgerufen am 3. August 2026 (englisch). und ihr 2016 ein Stipendium des Howard Hughes Medical Institute verliehen.UNC biologist Amy Gladfelter named HHMI Faculty Scholar, abgerufen am 3. August 2026 (englisch). 2023 wurde sie in die American Academy of Arts and SciencesDr. Amy S. Gladfelter, abgerufen am 3. August 2026 (englisch) und 2026 in die National Academy of Sciences aufgenommen.Gladfelter elected to National Academy of Sciences, abgerufen am 3. August 2026 (englisch).

Forschung Gladfelters Forschungsschwerpunkte liegen hauptsächlich in der Zellbiologie. Hierbei konzentriert sie sich vor allem auf das Verständnis biomolekularer Kondensate und die Flüssig-Flüssig-Extraktion. Dabei untersucht sie, wie Proteine und RNA-Moleküle ohne die Hilfe umgebender Membranen tröpfchenartige Zelleinschlüsse bilden, um chemische Reaktionen lokal zu isolieren. Dabei gelang ihr und ihrem Labor der Nachweis, dass die spezifische Struktur und Sequenz von RNA-Molekülen entscheidend bestimmt, welche Kondensate sich an welchen Orten in der Zelle formieren.

Ein weiterer zentraler Punkt ihrer Forschung widmet sich der Biologie von Syncytien, wie etwa im Modellorganismus Ashbya gossypii, aber auch in menschlichen Muskeln oder im Gewebe der Plazenta. Gladfelter erforscht, wie einzelne Zellkerne innerhalb eines einzigen, gemeinsamen Zytoplasmas eine räumliche Autonomie bewahren und beispielsweise asynchrone Zellteilungszyklen durchführen können.Inside the mold that breaks the rules of cell biology, abgerufen am 3. August 2026 (englisch). Diese Erkenntnisse sollen dabei unter anderem der Prävention und Erkennung von Erkrankungen in der menschlichen Plazenta dienen.

Publikationen (Auswahl) Andrew A. Bridges, Hong Zhang, Shalin B. Mehta, Patricia Rivera, Tomomi Tani, Rudolf Oldenbourg, Clifford P. Brangwynne, Amy S. Gladfelter: Septin assemblies form by diffusion-driven annealing on membranes, National Academy of Sciences (Proceedings of the National Academy of Sciences – PNAS) Washington, D.C., USA, 2014 Hong Zhang, Stephanie Elbaum-Garfinkle, Emily M. Langdon, Nicole Taylor, Patricia Rivera, Carolyn W. Berry, Clifford P. Brangwynne, Amy S. Gladfelter: RNA Controls PolyQ Protein Phase Transitions, Cell Press (Molecular Cell) Cambridge, MA, USA, 2015 Andrew A. Bridges, Mark S. Jentzsch, Patrick W. Oakes, Pilar Ocana, James A. Deuka, Michael L. Gardel, Amy S. Gladfelter: Micron-scale plasma membrane curvature is recognized by the septin cytoskeleton, Rockefeller University Press (Journal of Cell Biology) New York, NY, USA, 2016 Emily M. Langdon, Yaser Qiu, Ali Ghanbari Niaki, Grace A. McLaughlin, Chantell A. Weidmann, Thomas M. Gerbich, Jane A. Smith, James M. Crutchley, Christine M. Termini, Kevin M. Weeks, Sua Myong, Amy S. Gladfelter: mRNA structure determines specificity of a polyQ-driven phase separation, American Association for the Advancement of Science – AAAS (Science) Washington, D.C., USA, 2018 Simon Alberti, Amy S. Gladfelter, Tanja Mittag: Considerations and Challenges in Studying Liquid-Liquid Phase Separation and Biomolecular Condensates, Cell Press (Cell) Cambridge, MA, USA, 2019 Christine Iserman, Christopher A. Roden, Mark A. Boerneke, Rachel S. Sealfon, Grace A. McLaughlin, IIi-Iis M. Jungreis, Rebecca M. Fritch, Tyler J. Houlihan, Jay R. Hesselberth, Manolis Kellis, Kevin M. Weeks, Amy S. Gladfelter: Genomic RNA Elements Drive Phase Separation of the SARS-CoV-2 Nucleocapsid, Cell Press (Molecular Cell) Cambridge, MA, USA, 2020

Weblinks

Amy S. Gladfelter bei der Duke University gladfelterlab.net, Website ihres Labors

Einzelnachweise

Kategorie:Zellbiologe Kategorie:Hochschullehrer (Chapel Hill, North Carolina) Kategorie:Hochschullehrer (Duke University) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau