mini|Lage von Strathdon in Aberdeenshire Strathdon ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Strathdon im Gazetteer for Scotland

Geschichte Historisch hieß der Parish Invernochty („Mündung des Nochty“) und beschrieb die Lage an der Mündung des Water of Nochty in den River Don. Strathdon bedeutet „Tal des Don“, wobei sich der Name des Don von gälisch donn („braun“) oder domhain („tief“) ableiten könnte.Strathcarron, -don, -fillan, -ord, -peffer, -tummel, &c. in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 228. (Digitalisat)The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 525–559. (Digitalisat) Der Parish geht auf eine Schenkung der Earls of Mar um 1200 zurück, er wurde jedoch erst 1356 durch die Einrichtung einer Präbende der Aberdeen Cathedral vollzogen. Zwischen 1361 und 1531 war der Parish Auchindoir (siehe Auchindoir and Kearn) integriert. Im März 1874 wurde aus Flächen von Strathdon und Tarland der Parish Corgarff gebildet, bei dem es sich jedoch nur um einen kirchlichen (quod sacra) Parish, nicht jedoch um einen administrativen Civil Parish handelte. Am Standort der heutigen, im Jahre 1853 errichteten Pfarrkirche, der Strathdon Parish Church, befanden sich Vorgängerbauwerke. Corgarff nutzte hingegen bis zur Auflösung der Kirchgemeinde 2005 die bereits 1834 errichtete Corgarff Church.

mini|Corgarff Castle Innerhalb der Parishgrenzen finden sich verschiedene Belege prähistorischer Besiedlung. Vermutlich stein- bis bronzezeitlich sind die Kreisgrabenanlage Greenbank sowie der Cairn Torr na Sithinn Wood. Des Weiteren befinden sich der Souterrain (Archäologie) Buchaam sowie der Burnt Mound Birkford Mound in Strathdon. Die als Motte ausgeführte Burganlage Doune of Invernochty stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Tower Houses Corgarff Castle und Colquhonnie Castle entstanden vermutlich beide im 16. Jahrhundert. In Strathdon befinden sich mehrere Herrenhäuser, darunter das auf das mittlere 17. Jahrhundert zurückgehende Candacraig House, das vermutlich 1690 begründete Bellabeg House, das 1727 errichtete Skellater House sowie das auf 1764 zurückgehende Inverernan House. Etwas jünger ist Edinglassie House.

Infolge des Local Government (Scotland) Acts 1889 wurden die Parishgrenzen neu gezogen. Hierbei wurde die Fläche einer nördlich von Corgarff gelegenen Exklave des nahegelegenen, jedoch nicht benachbarten Parishs Tarland in den Parish Strathdon integriert.

Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Scotland Census 2022Strathdon Parish : Total Population, visionofbritain.org.uk 1354 1463 1698 1683 1563 1531 1459 1469 1316 1183 1096 1014 952 809 747 656 458 405 MännerStrathdon Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 630 688 876 847 763 755 693 630 567 546 507 438 393 382 Frauen 724 775 822 836 800 776 776 686 616 550 507 514 416 365

Von den 1014 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 507 männlichen und 507 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 236 Familien auf. Von den 283 verzeichneten Häusern waren 235 bewohnt.

mini|Panorama über das Don-Tal im Westen des Parishs Lage und Beschreibung Der Parish Strathdon liegt im Westen der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Historisch handelte es sich um einen Grenzparish zur benachbarten Grafschaft Banffshire. Heute besteht diese Grenze zur Council Area Moray. Strathdon liegt in den nordöstlichen Cairngorms. Der Don entspringt nahe der Westgrenze des Parishs.Well of Don im Gazetteer for Scotland Der Don durchfließt Strathdon in West-Ost-Richtung und ist das größte Fließgewässer des Parishs. Sämtliche Bäche innerhalb der Parishgrenzen fließen direkt oder indirekt dem Don zu, darunter das Ernan Water, das Water of Carvie, das Water of Nochty sowie das Deskry Water, das streckenweise die Ostgrenze Strathdons markiert. Der Don selbst bildet streckenweise die Ostgrenze des Parishs. Über wesentliche Seeflächen verfügt Strathdon nicht.Karte der Ordnance Survey

In den Cairngorms gelegen, ist die Landschaft Strathdon allerorts hügelig. Der 823 Meter hohe Brown Cow Hill, über dessen Kuppe die Südgrenze des Parishs verläuft, markiert seinen höchsten Punkt. Der 726 Meter hohe Cairn Culchavie ist die höchste Kuppe, die vollständig in Strathdon gelegen ist. Es stehen im Wesentlichen Syenit, Kalkstein und Schiefer an. In der Schwemmebene des Don liegen stellenweise fruchtbare, helle Böden vor, während in höheren Lagen vielerorts Heideflächen mit dunklen Böden zu finden sind, die sich zur Schafhaltung eignen.Strathdon in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885. Der Parish verfügt über keine Dörfer. Bellabeg mit dem namensgebenden Weiler Strathdon sowie Forbestown im östlichen Don-Tal sowie Corgarff im Westen sind die größten Siedlungen.

Es umgeben die Parishes Crathie and Braemar, Glenbuchat, Glenmuick, Tullich and Glengairn, Logie-Coldstone und Towie in Aberdeenshire sowie Inveravon und Kirkmichael in Moray. Strathdon umfasst eine Fläche von 217,8 Quadratkilometern. Bezogen auf die Fläche ist er damit nach Crathie and Braemar sowie Glenmuick, Tullich and Glengairn der drittgrößte Parish Aberdeenshires. Des Weiteren wies er 2022 nach Crathie and Braemar die zweitgeringste Einwohnerdichte eines Parishs in Aberdeenshire auf. Die von Bridge of Gairn nach Nairn führende A939 sowie die aus Aberdeen kommende A944 bilden die Hauptverkehrsstraßen Strathdons. Ein Bahnanschluss bestand auch historisch nicht.

Einzelnachweise

Weblinks

Strathdon Parish, visionofbritain.org.uk Records for Strathdon, scotlandspeople.gov.uk

Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire