Apricaphanius saourensis (früher Aphanius saourensis), der Sahara-Kärpfling oder Saoura-Kärpfling, ist eine Süßwasserfischart aus der Familie der Aphaniidae. Die Art ist in Algerien endemisch und wurde 2006 erstmals wissenschaftlich beschrieben. Der Sahara-Kärpfling ist durch Wasserverschmutzung und Wasserentnahmen für landwirtschaftliche Zwecke bedroht.
Jahrelang wurden keine Exemplare mehr in freier Wildbahn gefunden. Erst 2024 wurden etwa 150 Kilometer vom ursprünglichen Fundort entfernt wieder Exemplare in einem isolierten Wadi entdeckt.
Darüber hinaus existiert eine Population in Gefangenschaft.
Die Art wurde zuletzt 2021 von der IUCN bewertet und als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.
In Deutschland leben Exemplare des Sahara-Kärpflings im Kölner Zoo.
Etymologie Der Artname saourensis leitet sich von „Saoura“ ab, dem Tal, in dem der Fisch entdeckt wurde.
Merkmale Wie alle Vertreter der Gattung Apricaphanius weist auch der Sahara-Kärpfling einen Sexualdimorphismus auf. Weibchen weisen an den Flanken eine braune Fleckung auf und haben durchsichtige Flossen, während die deutlich kleineren Männchen eine bläulich-silberne Körperfleckung aufweisen. Ihre Flossen sind mit dunklen Streifen versehen und oft blau gefärbt. Männchen erreichen eine Standardlänge von 32 mm und Weibchen eine von 34 mm.
Weblinks
Quellen
Kategorie:Zahnkärpflinge Kategorie:Cyprinodontiformes