Veronika «Vroni» Schluchter-Märki (* 1955) ist eine ehemalige Schweizer Fussballschiedsrichterin.

Leben Schiedsrichterinnenkarriere Sie begann ihre Schiedsrichterinnenkarriere im Jahr 1979.

Im Frühjahr 1991 leitete Schluchter als Assistentin von Marcel Vollenweider eine Partie in der dritthöchsten 1. Liga zwischen dem FC Nordstern Basel und dem FC Pratteln, die Vollenweider wegen heftiger Rückenschmerzen abbrechen musste. Die Basler lehnten die regelkonform eingesprungene Schluchter als die als Schiedsrichterin ab. Damit erhielten sie eine 0:3-Forfaitniederlage.

Im Mai 1991 leitete ihr Mann Andreas den Nachwuchs-Cupfinal YB gegen den FC Zürich, wobei Vroni Schluchter als Assistentin amtierte. Das 0:3 für den FCZ fiel aus einer klaren Abseitsposition, was sie korrekt anzeigte, ihr Mann aber offenbar nicht wahrnahm und den Treffer zählen liess.

Am 11. August 1992 war sie bei der Partie Servette gegen die Young Boys die erste weibliche Schiedsrichterassistentin in der Nationalliga A der Männer. Während sie in der NLA an der Linie stand, pfiff sie weiterhin Spiele in der 1. Liga. Mit dem Erreichen der Altersgrenze verabschiedete sie sich 2001 aus den drei obersten Ligen, leitete aber weiterhin Partien in der 2. Liga.

1995 wurde sie für die Fussball-Weltmeisterschaft der Frauen 1995 in Schweden aufgeboten. Sie kam zu zwei Einsätzen als Assistentin. 1997 wurde sie für die als Assistentin für die EM der Frauen 1997 in Schweden und Norwegen aufgeboten. Sie absolvierte fünf Partien, darunter den Final.

1996 durfte sie den Schweizer Cupfinal der Frauen pfeiffen. Die Frauen des FC Bern (heute: YB Frauen) gewannen gegen den FC Rapid Lugano 5:1. Als ihr Ehemann 1998 den Cupfinal der Männer pfeiffen durfte, tat er dies mit Vroni Schluchter an der Seitenlinie. 2001 pfiff sie erneut den Cupfinal der Frauen. Bern gewann gegen den DFC Sursee 4:0. Allerdings verletzte sich Schluchter nach 15 Minuten und konnte ihr Abschiedsspiel nicht fertig absolvieren.

Seit 2004 ist sie Mitglied im Zentralvorstand des Schweizerischen Schiedsrichterverband (SSV). Sie leitete in dieser Funktion die Sportwoche des SSV.

2004 übernahm sie das Ressort Frauen im Fussballverband Nordwestschweiz (FVNWS). 2019 wurde sie zum Ehrenmitglied des Fussballverband Nordwestschweiz ernannt.

Privates Sie ist mit dem ehemaligen Schiedsrichter Andreas Schluchter verheiratet. Die Beziehung der beiden Unparteiischen sorgte immer wieder für Diskussionen. Mario Frick empörte sich 1995 in der Boulevardzeitung Blick: «Ihr gebe ich einen guten Rat. Sie soll sich mit Frauenfussball befassen.» Im Blick wurde sogar darüber diskutiert, ob das Ehepaar als Team getrennt werden sollte.

Sie ist ausgebildete Chemieaborantin und spielte selbst Fussball, bis sie eine Knieverletzung zur Beendigung ihrer Karriere zwang. Mit ihrer Zwillingsschwester Elly Trachsel gründete sie in den 1980er-Jahren das erste Frauenteam des FC Concordia Basel, die «Congeli-Frauen».

Einzelnachweise

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