Die Esel (auch: Eseln, Essel, Eyssel, Eysel, Eysele o. ä.; lat.: asinus) waren ein uradliges Kölner Patriziergeschlecht mit Stammsitz im Haus zum Esel auf der Breite Straße in Köln. Später war die Familie im gesamten Kölner Umland verbreitet und schloss sich somit dem Landadel an. mini|hochkant|Wappen der Esel mini|hochkant|Wappen des Arnold Esel Anderen Stammes ist die fränkische Ritterfamilie Esel.

Geschichte

Ursprung Mit dem Heinrich Esel beginnen die Aufzeichnungen über das Geschlecht. Dieser lag in einer Fehde mit dem Kölner Bürger Heinrich Harper, die durch Sühne beendigt wurde. Letzterer versprach, sich den Kopf abzuschlagen, sofern er sich nicht an die Sühne halte. Schließlich bestätigten die Richter und Schöffen Kölns das Versprechen am vierten Tag nach Urban im Jahre 1263. Das Haus zum Esel wurde 1271 von Theoderich Esel und seinen Kindern Theoderich und Hildegunde bewohnt. Noch 1297 war die Erbin Godelivis (= Hildegunde?) zum Esel im Besitz des Hauses.Toni Diederich: Regesten zu den Urkunden des Amtleutearchivs St. Columba in Köln (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, Band 78), Droste, Düsseldorf 2009, S. 376, ISBN 978-3-7700-7633-8.

Rommerskirchen Durch Heirat mit Margaretha von Rommerskirchen gelangte Matthias genannt der Esel in die gleichnamige Ortschaft. Fortan nannte er sich Esel von Rommerskirchen. Erstmals erschien Matthias im Jahre 1321, als er mit seiner Frau und den Kindern Johannes, Hermann und Bela eine Rente an St. Gereon verkaufte. Zuletzt trat Matthias mit denselben auf, als sie Land zu Eggershoven (zwischen Eckum und Gill) an St. Maria im Kapitol verkauften.

Neuenhoven Arnold genannt der Esel ist im Jahre 1355 als Mitglied der jülichschen Ritterschaft belegt. In diesem Jahr besiegelte er auf Seiten dieser Ritterschaft den Tausch von Montjoie gegen Kaster an vierundzwanzigster Stelle. Noch 1361 bürgte er als Ritter für Arnold von Hochstaden, als dieser das Elsener Deutschordensgericht übernahm. Arnold genannt der Esel hinterließ drei Kinder. Der Erstgeborene Rembodo Esel von Neuenhoven war der erste urkundliche Besitzer des Hauses Neuenhoven bei Bedburdyck sowie Knappe der Herren von Dyck. Durch die Heirat von Elisabeth Esel mit dem Ritter Arnold Hundt um 1450 und dem Aussterben der Esel von Neuenhoven im 16. Jahrhundert fiel das Rittergut an die Familie Hundt. Rembodo erschien erstmals 1381 mit seiner Frau Greta, als sie den Hof Waldhausen bei Mönchengladbach an Reinhold von Lövenich verkauften. Bis 1392 erschien er unter anderem in Urkunden derer von Dyck. Werner Esel, der Zweitgeborene, ist urkundlich von 1381 bis 1418 belegt. Er war der Vormund Johanns von Reifferscheidt. Der dritte und letzte Sohn Arnolds war der Ritter Johann Esel genannt Buff, den Anton Fahne fälschlicherweise als den Schwager seines Vaters bezeichnete. Erstmals kam er im Jahre 1398 vor und wurde 1402 mit Altenkrickenbeck bei Leuth belehnt. Scheinbar war er identisch mit dem Kölner Ratsherren Johann vom/zum Esel, der von 1401 bis 1419 amtierte und die Brauergaffel vertrat. Die Rückkehr in das Patriziat ist jedoch eigentlich eher unüblich.

Düren Auch in Düren war das Geschlecht ansässig. Fahne hält diesen Zweig jedoch für eine separate Familie; Herbert M. Schleicher ordnet die Dürener Esel dem hier behandelten Geschlecht zu. Letztere These ist logisch, da eine Wappengleichheit besteht und die Familie Hundt für die Esel in Düren bürgt. Die Stammliste dieses Zweiges beginnt in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und endet in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts:

Wappen rechts|86x86px

Blasonierung des Wappens der Esel Von Silber und Schwarz sechsmal geteilt. Auf dem Helm zwei schwarze rotbewehrte Bärentatzen. Blasonierung des Wappens von Arnold Esel Mit rotem Schildrand von Silber und Blau sechsmal geteilt. Auf dem gekrönten Helm zwei schwarze rotbewehrte Bärentatzten.

Literatur

Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln: Band 5 (Mappe 357–422, Efferen–Virneburg) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 67), Köln 1994, S. 597–599. Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 95 (hhu.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Kölner Patriziergeschlecht