Der Rosensee ist ein kleiner Bergsee in der Gemarkung der Gemeinde Grainau bei Garmisch-Partenkirchen. Er ist die dritte Station der geologischen Wanderung vom Grainauer Kurhaus über den Badersee zum Eibsee. Der See befindet sich auf einem privaten Grundstück und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Beschreibung Der Rosensee liegt zur Gänze innerhalb des Ablagerungsgebietes des riesigen Bergsturzes eingebettet, der sich vor rund 3700 Jahren von dem Bayrischen Schneekar unterhalb des Gipfels der Zugspitze löste und in das heutige Loisachtal und Eibseebecken stürzte. Die Sturzblöcke dieses Bergsturzes bilden das Ufer und den Grund des Sees. Sie sind klar erkennbar. Dem von Grainau kommenden Wanderer fällt das grünklare Wasser des Sees, der rechts unterhalb des Weges liegt, ins Auge.

Die maximale Fläche des Rosensees umfasst ungefähr 3500 m². Bei hohem Wasserstand beträgt die größte Wassertiefe circa vier Meter. Der See speist sich ausschließlich aus Grundwasser. Er besitzt keine oberirdischen Zu- oder Abflüsse. Auffallend ist der stark schwankende Wasserspiegel, der bis zwei Meter variieren kann. Dies erklärt sich durch eine im Osten des Sees gelegene Seetondecke, die den natürlichen unterirdischen Wasserablauf des in einer Mulde liegenden Sees bremst und dadurch das Wasser staut. Bei Niedrigwasserstand teilt sich der See in zwei Teilflächen auf. Bewegt sich der Wasserstand im mittleren oder hohen Bereich kann man den Grundwasserstrom beobachten, der an der westlichen Seeecke einfließt. Der unterirdische Abfluss des Badersees durchquert zum Teil den Rosensee und kommt sehr wahrscheinlich am Brücklesbach-Ursprung, 22 Meter unterhalb des Badersees, an die Oberfläche.

Siehe auch

Liste der Seen in Bayern

Belege

Kategorie:See im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Kategorie:See im Wettersteingebirge Kategorie:Geographie (Grainau)