mini|hochkant=1.2|St.-Altfrid-Kirche St. Altfrid ist die römisch-katholische Kirche in Meckelfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Seevetal im Landkreis Harburg im Norden von Niedersachsen. Die nach dem heiligen Altfrid, der im Bistum Hildesheim als Bischof wirkte, benannte Kirche ist eine Filialkirche der Pfarrei Guter Hirt mit Sitz in Winsen (Luhe) im Dekanat Unterelbe des Bistums Hildesheim.

Geschichte Im März 1965 erfolgte die Gründung der Pfarrvikarie Meckelfeld/Hittfeld, ihre Gottesdienste wurden bis zur Errichtung der St.-Altfried-Kirche in der evangelisch-lutherischen Kirche von Meckelfeld abgehalten.Meckelfeld. Kirchengemeindelexikon der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, abgerufen am 31. Juli 2026. Das katholische Pfarramt Meckelfeld hatte seinen Sitz in der Bürgermeister-Heitmann-Straße 57.Bischöfliches Generalvikariat Hildesheim (Hrsg.): Katholischer Gottesdienst in der Diözese Hildesheim. Hildesheim 1966, S. 66. mini|Grundstein Am 16. August 1969 wurde der Grundstein für die St.-Altfried-Kirche durch Generalvikar Adalbert Sendker (1912–1993) gelegt, die am 3. Oktober 1970 von Weihbischof Heinrich Pachowiak geweiht wurde.Gemeinsame Chronik St. Alfrid und St. Ansgar in Seevetal, abgerufen am 3. März 2015

Nachdem am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss von früher 19 selbstständigen Gemeinden die Gemeinde Seevetal gebildet worden war, wurden die Kuratiegemeinden Hittfeld und Meckelfeld 1978 zur Pfarrei Seevetal zusammengeschlossen.Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 90. Am 1. April 1980 folgte die Erhebung zur Pfarrei, die St.-Altfried-Kirche wurde zur Pfarrkirche. 1995 wurde das Dekanat Buchholz-Soltau gegründet, dem die St.-Altfried-Kirche angeschlossen wurde.Entwicklung Altarraum. Pfarrei St. Petrus, abgerufen am 6. September 2026. Zuvor gehörte die St.-Altfried-Kirche zum Dekanat Hamburg-Harburg.St.-Godehards-Werk (Hrsg.): Der Dom ´91. Hildesheim 1990, S. 127.

Vom 1. September 2004 an gehörte die Pfarrgemeinde St. Altfried mit ihrer Filialkirche St. Ansgar in Hittfeld zum damals neugegründeten Dekanat Unterelbe. Das Dekanat Buchholz-Soltau wurde zu diesem Zeitpunkt aufgelöst.Bischöfliches Generalvikariat: Urkunde über die Auflösung des Dekanates Buchholz-Soltau, über die Umbenennung und Veränderung des Dekanates Stade sowie über die Veränderung der Dekanate Celle und Verden. Bistum Hildesheim, Kirchlicher Anzeiger Nr. 7/2004, S. 230–231. Seit dem 1. November 2014 gehört die Kirche zur Pfarrei Guter Hirt, zu der neben der Kirche St. Altfrid in Meckelfeld auch die Kirchen Guter Hirt in Winsen (Luhe) und St. Ansgar in Hittfeld gehören. Die Pfarrgemeinde St. Altfried, Seevetal-Meckelfeld, wurde in diesem Zusammenhang aufgehoben.Bischöfliches Generalvikariat: Urkunde über die Aufhebung der katholischen Pfarrgemeinden St. Altfried, Seevetal-Meckelfeld, Guter Hirt, Winsen (Luhe) und über die Errichtung der katholischen Pfarrgemeinde Guter Hirt, Winsen (Luhe). Bistum Hildesheim, Kirchlicher Anzeiger Nr. 8/2014, S. 235–236. Am 1. November 2014 wurde auch die Bezeichnung der Kirche von St. Altfried in St. Altfrid geändert.Bischöfliches Generalvikariat: Urkunde über die Aufhebung der katholischen Pfarrgemeinden St. Altfried, Seevetal-Meckelfeld, Guter Hirt, Winsen (Luhe) und über die Errichtung der katholischen Pfarrgemeinde Guter Hirt, Winsen (Luhe). Bistum Hildesheim, Kirchlicher Anzeiger Nr. 8/2014, S. 235.

Aufgrund baulicher Mängel am Kirchturm wurden die beiden Glocken ab Februar 2023 nicht mehr geläutet, im März 2024 abgenommen und zum Verkauf angeboten.Pfarrbrief Winsen (Luhe). Ausgabe Winter 2025/2026, S. 7. Heute (2026) wird die Kirche von der rumänisch-orthodoxen Gemeinde Sf. Brancoveni si Sf. Ansgar Hamburg-Harburg mitgenutzt.Kirche Hamburg-Harburg. Rumänische Orthodoxe Gemeinde “Sf. Brancoveni si Sf. Ansgar” Hamburg-Harburg, abgerufen am 31. Juli 2026.

Beschreibung Die Kirche steht im Osten von Meckelfeld, rund 200 Meter von der Bundesautobahn 1 entfernt, auf dem Grundstück Am Felde 46.grundsteuer-viewer.niedersachsen.de, Stichtag: 1. Januar 2022, abgerufen am 29. Juli 2026. Das benachbarte Pfarrhaus steht auf dem Grundstück Pulvermühlenweg 4.

Die Saalkirche mit hohem Satteldach und freistehendem Glockenturm wurde als Fertigteilkirche vom Diözesanbauamt unter der Leitung von Josef Fehlig erbaut.

Von diesem Kirchentyp wurden im Bistum Hildesheim eine Reihe weiterer Kirchen erbaut: 1969 in Altenwalde und Sudmerberg, 1970 in Dungelbeck und Poggenhagen, 1971 in Afferde, Hohegeiß, Luthe, Meine, Schwanewede und Winsen (Aller), 1972 in Gifhorn, Ronnenberg, Stederdorf und Wittingen, 1974 in Celle-Vorwerk, 1975 in Dransfeld, Münchehof und Rodenberg, und 1976 in Rhüden.

Die Kirche bietet den Besuchern 164 Sitzplätze. An ihren Seitenwänden hängen 14 Kreuzwegstationen. Im Altarraum sind außer dem Altar und dem Ambo auch der Taufstein, die Tabernakelstele und die Pfeifenorgel platziert. Über dem Altar ist ein Hängekreuz angebracht. Die Orgel ist ein Werk des Unternehmens Emil Hammer Orgelbau und wurde am 25. September 1988 in der Kirche eingeweiht. Im Seitenschiff befinden sich eine Marienstatue sowie eine Statue des heiligen Altfrid, der ein Modell der Meckelfelder St.-Altfrid-Kirche in seiner linken Hand hält. Vor den Statuen können Opferkerzen aufgestellt werden.

Im hinteren Bereich der Kirche sind eine Herz-Jesu-Statue, eine Pietà, vor der Opferkerzen entzündet werden können, eine Statue des heiligen Josef mit den Attributen Hobel und Säge und der Beichtstuhl angeordnet.

Siehe auch Liste der Kirchen im Bistum Hildesheim

Literatur Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 90–91.

Weblinks

Kirchen. Katholische Pfarrgemeinde Guter Hirt Winsen (Luhe).

Einzelnachweise

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