mini|Evangelische Kirche in Kriegsheim Die Evangelische Kirche Kriegsheim ist die historische Kirche von Kriegsheim, einem Ortsteil von Monsheim in Rheinland-Pfalz. Sie ist ein Kulturdenkmal und gehört heute zum Gemeindeverband Monsheim-Kriegsheim-Hohen-Sülzen im Dekanat Worms-Wonnegau der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
Geografische Lage Die Kirche liegt im Zentrum des historischen Dorfkerns, etwas zurückgesetzt von der Hauptstraße hinter vorgelagerter Bebauung.Adresse: Hauptstraße 162. Sie ist nach Osten ausgerichtet.
Geschichte mini|Nördliche Außenwand mit einem zugemauerten, gotischen Fenster des Vorgängerbaus
Die älteste überlieferte Erwähnung der Kirche von Kriegsheim stammt von 1309. Sie war dem Heiligen Petrus geweiht.Ev. Kirche, ehem. St. Peter auf rheinhessen.de; abgerufen am 31. Juli 2026. In der Pfälzischen Kirchenteilung 1705 wurde diese mittelalterliche Kirche den Reformierten zugesprochen. Die kleine römisch-katholische Gemeinde erhielt einen Raum im Rathaus für ihre Gottesdienste.
1771 bis 1792 wurde das mittelalterliche Gebäude zunächst teilweise abgebrochen und dann an gleicher Stelle eine klassizistische Saalkirche errichtet.Caspary, S. 517, nennt dafür das Jahr 1790. Mittelalterliche Bausubstanz ist oberirdisch im Wesentlichen nur noch in den unteren Geschossen des Turms erhalten und ein kleines, zugemauertes gotisches Fenster an der Außenseite der Nordwand des Kirchenschiffs zu erkennen. 1869 wurde auf den Turm das heutige Glockengeschoss aufgesetzt.Krienke, S. 140.
Bauwerk Die Kirche ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Denkmalschutzgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz.Krienke, S. 140–142. Die letzte Renovierung fand 1999 statt.Erklärungstafel am Gebäude.
Kirchenschiff Das Kirchenschiff hat einen langrechteckigen Grundriss mit vier Fensterachsen. Rückwärtig und hinter dem Altar befindet sich je eine quergestellte Empore. Die Empore hinter dem Altar trägt die Orgel.
Außen ist die Kirche verputzt und die Gewände der Gebäudeöffnungen sind mit rotem Buntsandstein eingefasst. Die Kirche trägt ein Satteldach.
Turm Der Turm ist auf längsrechteckigem Grundriss errichtet und hat vier Geschosse. Der Turm war wohl ursprünglich romanisch,Caspary, S. 517. die drei unteren Geschosse sind noch spätgotisch. Das Erdgeschoss weist ein Kreuzrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert auf. Das vierte, das Glockengeschoss, wurde in neugotischen Formen 1869 errichtet. Der Turm trägt einen spitzen Helm.
Ausstattung Die Orgel stammt von Johann Georg Geib aus Frankenthal und entstand 1822–1827.Krienke, S. 140.Johann Georg Geib starb allerdings bereits 1818.
Literatur Hans Caspary (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1984. ISBN=3-422-00382-7 Dieter Krienke und Ingrid Westerhoff: Kreis Alzey Worms. Verbandsgemeinden Eich, Monsheim und Wonnegau. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz 20.3). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2018, ISBN 978-3-88462-379-4
Weblinks
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Alzey-Worms Kategorie:Kulturdenkmal in Monsheim Kategorie:Kirchengebäude des Dekanats Worms-Wonnegau Kategorie:Saalkirche in Rheinland-Pfalz Kategorie:Klassizistische Kirche Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Rheinland-Pfalz Kategorie:Erbaut in den 1790er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa