mini|Roy George Douglas Allen Sir Roy George Douglas Allen, CBE, BA (* 3. Juni 1906 in Stoke-on-Trent; † 29. September 1983 in Southwold/Suffolk) war ein britischer Ökonom, Statistiker und Hochschullehrer.Alec Cairncross: Roy Allen (1906-1983). In: Proceedings of the British Academy, Jg. 1984, S. 379–385 (mit Foto); E. Grebenik: Obituary Roy George Douglas Allen 1906-1983; Allen, Roy G.D. In: Mark Blaug (Hrsg.): Who's who in Economics. 3. Aufl. Elgar, Cheltenham 1999, S. 23f., ISBN 1-85898-886-1
Leben und Wirken Roy G. D. Allen studierte Mathematik am Sidney Sussex College der University of Cambridge. Dort erwarb er 1927 den Bachelor- und 1932 den Magistergrad. Nach einem weiteren Studienjahr, in dem er sich vor allem der Wirtschaftswissenschaft widmete, begann im Jahre 1928 seine berufliche Tätigkeit an der London School of Economics and Political Science, zunächst als wissenschaftlicher Assistent, seit 1939 als Dozent und ab 1944 als Professor für Statistik. Im gleichen Jahr empfing er von der University of London den Doktortitel. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er für das Finanzmuseum der britischen, hauptsächlich in Washington, D.C. Für diese Tätigkeit Regierung, bei der es vor allem um Kriegsvorräte ging, wurde Allen 1946 als Officer des Order of the British Empire und 1954 als Commander dieses Ordens ausgezeichnet. 1973 wurde er emeritiert, doch lehrte er während seines Ruhestandes weiter. Neben seinen bedeutenden Veröffentlichungen zur Statistik und Wirtschaftsmathematik, von denen einige auch in deutscher Übersetzung als Lehrbücher verbreitet waren, wirkte Allen in zahlreichen wissenschaftlichen Fachgesellschaften, insbesondere der Royal Statistical Society (ihr stand er längere Zeit als Präsident vor) und arbeitete als Berater für in- und ausländischen Institutionen (u. a. den Vereinten Nationen).
1970 empfing er die Ehrendoktorwürde der University of Southampton. Als Mitglied der British Academy amtierte er von 1954 bis 1973 als ihr Schatzmeister. Im Jahre 1966 wurde er von Königin Elisabeth II. als Knight Bachelor geadelt.
Veröffentlichungen (Auswahl)
(mit John R. Hicks): A reconsideration of the theory of value. In: Economica, Jg. 1934 (May), S. 52–76 u. S. 196–219.
Statistics for economists. Hutchinson, London 1949 (dt. Übers. u.d.T.: Statistik für Volkswirte. Mohr, Tübingen 1957). Mathematical analysis for economists. Macmillan, London 1949 (dt. Übers. u.d.T.: Mathematik für Volks- und Betriebswirte. Eine Einführung in die mathematische Behandlung der Wirtschaftstheorie. Duncker & Humblot, Berlin 1956, 4. Aufl. 1972, ISBN 3-428-00012-9). (Hrsg.): International trade statistics. Wiley, New York 1953. On the decline in the value of money. The Athlone Press, London 1957. Mathematical economics. Macmillan, London 1957 (dt. Übers. u.d.T.: Mathematische Wirtschaftstheorie. Duncker & Humblot, Berlin 1971, ISBN 3-428-02543-1). Basic mathematics. Macmillan, London 1962. Macro-economic theory. Macmillan, London 1968 (dt. Übers. u.d.T.: Makroökonomische Theorie. Eine mathematische Analyse. Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-02731-0). Index numbers in theory and practice. Aldine Publ. Co., Chicago 1975, ISBN 0-202-06071-3. An introduction to national accounts statistics. Macmillan, London 1980, ISBN 0-333-30438-1.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Statistiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (London School of Economics and Political Science) Kategorie:Mitglied der British Academy Kategorie:Commander des Order of the British Empire Kategorie:Knight Bachelor Kategorie:Brite Kategorie:Engländer Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1983 Kategorie:Mann