mini|hochkant|Landesgrenzstein 663, bayerische Seite mini|hochkant|Landesgrenzstein 663, thüringische Seite
Der Landesgrenzstein 663 ist ein historischer Grenzstein aus dem 16. Jahrhundert an der Landesgrenze zwischen den beiden deutschen Bundesländern Bayern und Thüringen.
Lage Der Landesgrenzstein 663 steht etwa zwei Kilometer nordöstlich der im oberfränkischen Landkreis Kronach gelegenen Gemeinde Reichenbach in der Waldabteilung „Schwarzsuttenleite“.
Beschreibung Der aus Kronacher Buntsandstein gefertigte Grenzstein ist ohne den im Boden verankerten Fuß 94 cm hoch, 48 cm breit und 41 cm tief. Die Steinnummer 663 ist auf der von bayerischer Seite aus gesehen linken Schmalseite eingeschlagen. Auf der in Richtung Thüringen weisenden Fläche der bereits stark beschädigten, satteldachförmigen Oberseite befinden sich eine handflächengroße Schleifmulde und Wetzrillen.
An der in Richtung Bayern weisenden Seite trägt der Grenzstein die fragmentarisch erhaltene Inschrift
Vollständig ursprünglich wohl:
Dies bedeutet:
Unter der Inschrift befindet sich das Amtswappen von Fürstbischof Georg III. Schenk von Limpurg. Von den ursprünglich fünf Turnierkolben des Wappens sind nur noch drei erhalten.
An der thüringischen Seite befindet sich die Inschrift
Vollständig ursprünglich vermutlich:
Dies bedeutet:
Unterhalb der Inschrift befindet sich ein Doppelwappen des Kurfürstentums Sachsen, das zur Hälfte abgeschlagen wurde.
Der Landesgrenzstein 663 ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Er wird dort in der Denkmalliste der Gemeinde Reichenbach geführt.
Literatur
Weblinks
, Aktennummer D-4-76-152-10
Kategorie:Grenzstein Kategorie:Erbaut 1513 Kategorie:Baudenkmal in Reichenbach (Landkreis Kronach) Kategorie:Geographie (Landkreis Kronach) Kategorie:Geographie (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)