mini|hochkant|Großer Bischofsstein, thüringische Seite mini|hochkant|Großer Bischofsstein, bayerische Seite

Der sogenannte Große Bischofsstein, der Landesgrenzstein 648, ist ein historischer Grenzstein aus dem 17. Jahrhundert an der Landesgrenze zwischen den beiden deutschen Bundesländern Bayern und Thüringen.

Lage Der Große Bischofsstein steht etwa 2,3 Kilometer nordöstlich der im oberfränkischen Landkreis Kronach gelegenen Gemeinde Reichenbach am Eppenberg.

Der an dem Grenzstein vorbeiführende Abschnitt des Rennsteigs von Steinbach am Wald nach Brennersgrün wird aufgrund der großen Zahl mit Wappen geschmückter Grenzsteine als Schönwappenweg bezeichnet.

Beschreibung Der aus Sandstein gefertigte Grenzstein zeigt auf der nach Bayern weisenden Seite das Amtswappen von Johann Gottfried I. von Aschhausen, Fürstbischof der Hochstifte Bamberg und Würzburg. Über dem Wappen befinden sich die Fragmente der Inschrift

Ursprünglich wahrscheinlich:

Dies bedeutet:

Unter der Inschrift ist die Jahreszahl 1619 eingemeißelt.

Auf der thüringischen Seite trägt der Grenzstein die Reste der Inschrift

Ursprünglich vermutlich:

Dies bedeutet:

Unter der Inschrift befindet sich das Wappen des Herzogtums Sachsen und darunter die Jahreszahl 1619.

Eine 1984 im Rahmen einer Restaurierung angefertigte Kopie des Grenzsteins ist auf der Burg Lauenstein im gleichnamigen Gemeindeteil der Stadt Ludwigsstadt ausgestellt.

Der Große Bischofsstein ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Er wird dort in der Denkmalliste der Gemeinde Reichenbach geführt.

Literatur

Weblinks

, Aktennummer D-4-76-152-11

Einzelnachweise

Informationstafel im Eingangsbereich der Burg Lauenstein

Kategorie:Grenzstein Kategorie:Erbaut 1619 Kategorie:Baudenkmal in Reichenbach (Landkreis Kronach) Kategorie:Geographie (Landkreis Kronach) Kategorie:Geographie (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)