mini|hochkant|Kleiner Bischofsstein, thüringische Seite mini|hochkant|Kleiner Bischofsstein, bayerische Seite
Der sogenannte Kleine Bischofsstein, der Landesgrenzstein 638, ist ein historischer Grenzstein aus dem 17. Jahrhundert an der Landesgrenze zwischen den beiden deutschen Bundesländern Bayern und Thüringen.
Lage Der Kleine Bischofsstein steht etwa zwei Kilometer nördlich der im oberfränkischen Landkreis Kronach gelegenen Gemeinde Reichenbach am Eppenberg.
Der an dem Grenzstein vorbeiführende Abschnitt des Rennsteigs von Steinbach am Wald nach Brennersgrün wird aufgrund der großen Zahl mit Wappen geschmückter Grenzsteine als Schönwappenweg bezeichnet.
Beschreibung Der aus Sandstein gefertigte Grenzstein trägt auf der bayerischen Seite das Wappen des Hochstifts Bamberg, darüber die lediglich als Fragment erhaltene Inschrift
Sie bedeutete vermutlich „von Gottes Gnade Melchior Otto Voit von Salzburg“, die vollständige Inschrift ist jedoch nicht bekannt. Unter dem Wappen befindet sich die Jahreszahl 1651.
Die thüringische Seite zeigt das Wappen des Herzogtums Sachsen. Über dem Wappen befindet sich die fragmentarische Inschrift
Die vollständige Inschrift und ihre Bedeutung sind nicht bekannt. Unter dem Wappen ist die Zahl 651 eingemeißelt (ursprünglich die Jahreszahl 1651).
Eine 1984 im Rahmen einer Restaurierung angefertigte Kopie des Grenzsteins ist auf der Burg Lauenstein im gleichnamigen Gemeindeteil der Stadt Ludwigsstadt ausgestellt.
Der Kleine Bischofsstein ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Er wird dort in der Denkmalliste der Gemeinde Reichenbach geführt.
Literatur
Weblinks
, Aktennummer D-4-76-152-31
Einzelnachweise
Informationstafel im Eingangsbereich der Burg Lauenstein
Kategorie:Grenzstein Kategorie:Erbaut 1651 Kategorie:Baudenkmal in Reichenbach (Landkreis Kronach) Kategorie:Geographie (Landkreis Kronach) Kategorie:Geographie (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)