Günther Späth (* 30. März 1921; † 11. Mai 1991) war ein deutscher Maler und Bildhauer.

Leben Herkunft, Bildung, Familie Späth verlor als Zwanzigjähriger seinen linken Unterarm im Zweiten Weltkrieg. Eigentlich wollte er in seiner Jugend als talentierter Musiker, Organist werden. Neben der persönliche Tragödie bedeutete dies auch juristische Probleme, denn ihm wurde Selbstverstümmelung und damit "Wehrkraftzersetzung" vorgeworfen. Er wurde freigesprochen. Er lernte in Reutti den Künstler Adolf Kleemann kennen, der dort das Fresko "Bergpredigt" malte. Diese Begegnung soll Späth stark geprägt haben und er wendete sich der Kunst zu. Sein späteres Werk wurde auch vom frühen Tod seines Sohnes Martin beeinflusst.

Werk Bekannt ist Späth für seine Fresken. Prominent sichtbar ist sein Fresko für die Erlöserkirche im Neu-Ulmer Ortsteil Offenhausen.

In der Schweiz hat er mindestens ein Werk hinterlassen. Im Ortsteil Fürstenaubruck der Gemeinde Fürstenau GR ist ein Fresko auf der Fassade des Casa Aperta zu sehen. Dort wird die alttestamentliche Josefsgeschichte mit der neutestamentlichen Erzählung über das Leben von Jesus Christus verbunden. Das Werk wurde vom damaligen Besitzer des Hauses Andreas Wilhelm aus Ulm in Auftrag gegeben und 1966 bis 1970 ausgeführt.

1972 schuf er für die Petruskirche in Neu-Ulm Portalreliefe. Für die Andreaskirche in Ludwigsfeld (Neu-Ulm) gestaltete er Reliefs aus Beton. Für die Martin-Luther-Kirche in Vöhringen (Iller) entwarf er zwei Tauffenster.

Einzelnachweise

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