mini|Kirche Rennersdorf mini|Ostansicht mini|Grabdenkmäler Die evangelische Kirche Rennersdorf/O.L. ist eine im Kern gotische, mehrfach durchgreifend veränderte Saalkirche im Ortsteil Rennersdorf/O.L. von Herrnhut im Landkreis Görlitz in Sachsen. Sie gehört zum Kirchengemeindeverbund Großhennersdorf–Rennersdorf–Ruppersdorf im Kirchenbezirk Löbau-Zittau der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die schlichte Saalkirche liegt auf einer Anhöhe nördlich des Dorfes. Sie ist im 14. Jahrhundert als der Heiligen Katharina geweiht nachgewiesen und wurde im 18. und 19. Jahrhundert durchgreifend verändert. In den Jahren 1767 und 1834/35 erfolgte eine Erneuerung des Daches, 1840 der Einbau von Emporen und eine Vergrößerung der Fenster. Im Jahr 1866 wurde eine Vorhalle an der Westseite angefügt, 1892 wurde das Innere erneuert und neu ausgemalt; eine Restaurierung des Äußeren folgte im Jahr 1982.

Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit Dreiachtelschluss und Satteldach mit schlankem Dachreiter. Auf der Nord- und Südseite sind Logen des 18. Jahrhunderts eingebaut, im Osten eine kleine Sakristei.

Der Saal wird durch eine ornamental bemalte Felderdecke aus dem Jahr 1891 abgeschlossen. An drei Seiten sind Emporen eingebaut, die an der Nord- und Südseite zweigeschossig ausgebildet sind. Ein gedrungener, runder Triumphbogen führt zum fast einjochigen Chor, der mit spätgotischem Sterngewölbe auf Konsolen geschlossen ist; die südöstliche ist als Frauenbüste ausgebildet. An der Chornord- und Südseite ist eine Loge mit zwei Wappenkartuschen eingebaut, an der Südseite derer von Carlowitz und Nesen, an der Nordseite von Ziegler und von Gersdorf des 18. Jahrhunderts.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein barocker Holzaltar aus dem Jahr 1739. Er zeigt einen prächtigen Säulenaufbau, das Altarbild zeigt eine Darstellung von Christus in Gethsemane, darüber ein hohes Gesims mit seitlichen Giebelansätzen, auf denen farbig gefasste Engel knien. Über der blau gemalten Halbkuppel ist das Auge Gottes in Wolken und Strahlenkranz dargestellt. Die polygonale Kanzel mit Dreiviertelsäulen und Blendarkaden wurde um 1600 geschaffen; die einfache Taufe stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Die Orgel ist ein Werk von Eule Orgelbau aus dem Jahr 1882 mit 14 Registern auf zwei Manualen und Pedal.Information auf der Orgeldatenbank Orkasa

Umgebung Auf dem Friedhof sind zahlreiche Grabdenkmäler des 18. und des 19. Jahrhunderts erhalten. An der Südseite der Friedhofsmauer befindet sich ein schlichtes Grufthaus des 18. Jahrhunderts für Karl Moritz von Carlowitz.

Literatur Die Oberlausitz als besondere Abtheilung von Sachsens Kirchen-Galerie. Verlag Hermann Schmidt, Dresden ab 1837, S. 195–198 (). Neue Sächsische Kirchengalerie. Verlag Arwed Strauch, Leipzig 1908, Diöcece Löbau S. 224–232 () Cornelius Gurlitt: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen|Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen: Amtshauptmannschaft Löbau. Verlag C. C. Meinhold & Söhne, Dresden 1910,S. 504 – 512().

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Görlitz Kategorie:Bauwerk in Herrnhut Kategorie:Kulturdenkmal in Herrnhut Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Katharina-von-Alexandrien-Kirche Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk in Sachsen Kategorie:Barockisierte Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Sachsen Kategorie:Kirchengebäude in Europa