Hannes Kronthaler (* 27. Juli 1965) ist ein ehemaliger österreichischer Volleyball- und Beachvolleyballspieler. Er wurde Landesmeister im Sand und dreifacher Titelträger in der Halle.

Karriere Karriere Halle Als Kind war der in Tirol aufgewachsene Sportler Kunstturner und kam nach Erfahrungen im Faustball erst als Sechzehnjähriger zum Volleyball. Drei Jahre später wechselte er nach Wien zu Donaukraft und damit zu Peter Kleinmann, der ihn zum Mannschaftskapitän der österreichischen Landesauswahl, Rekordnationalspieler mit 120 Länderspielen und zum Pokalsieger sowie dreifachen Meister seines Heimatlandes machte. Der erste Coup mit dem ehemaligen Innsbrucker gelang den Wienern gleich in der ersten Saison. Sieben Jahre später kam Titel Nummer zwei dazu und eine weitere Spielzeit danch reichte es sogar zum Double aus Meisterschaft und Pokal. Im Anschluss kehrte Kronthaler in seine Heimat zurück, um zunächst als Spieler entscheidend mit dafür zu sorgen, dass dem Hauptstadtclub ein ernsthafter Konkurrent im eigenen Land entstand. Dieses Bemühen endete 2001 und in den folgenden beiden Spielzeiten in der Vizemeisterschaft sowie 2001 und 2003 im österreichischen Pokalfinale. Danach beendete Kronthaler seine Spielerkarriere.

Karriere Beach Von 1989 bis 1994 bildeten Stefan Potyka und Hannes Kronthaler ein Beachpaar. Bei ihrem ersten Turnier, den FIVB Jesi Open 1989, belegten sie den neunten Platz von zwanzig Teilnehmern. Zwei Spielzeiten später wurden sie in Cap d’Agde sowie in Cattolica Elfte. In Almería beendeten sie den Wettbewerb auf dem zwölften Rang. In Italien und in Spanien ließen sie Burkhard Sude und Christian Voss hinter sich. Nur in Frankreich konnten sich die Deutschen vor ihnen platzieren. In der Provinz Rimini waren die Österreicher darüber hinaus bestes Duo aus dem deutschsprachigen Raum. Ein Jahr später gelang ihnen ihr größter Erfolg, als sie bei den Lignano Open als Fünfte die ersten Europameister Jean-Philippe Jodard / Christian Penigaud auf den sechsten Platz verwiesen. Für die Top Ten reichte es in den nächsten beiden Spielzeiten nicht mehr.

Zwei Jahre später entschieden sich Nik Berger und Hannes Kronthaler für eine Zusammenarbeit. Erster Erfolg war der Gewinn der österreichischen Meisterschaft. 1998 bei der internationalen Beachserie gehörten die Athleten aus der Alpenrepublik bei den French Open in Marseille als Siebzehnte zu den besten 32 Duos bei über 80 Teilnehmern und eine Woche später in Klagenfurt zu den besten 24 Beachpaaren bei mehr als 90 Startern. Beim C&S Challenger in Lausanne reichte es auf dem geteilten neunten Platz noch einmal zu den Top Zwölf. Dies war gleichzeitig das letzte internationale Beachturnier von Hannes Kronthaler.

Karriere als Manager Gleich in der ersten Saison nach seinem Karriereende als Aktiver führte der Tiroler seinen Verein Hypo Tirol Volleyballteam Innsbruck zum ersten Landesmeistertitel. Dem folgten bis einschließlich 2025 weitere zwölf österreichische Meisterschaften sowie sieben Pokalsiege. Dazu kamen drei erste und fünf zweite Plätze in der Mitteleuropäischen Volleyball-Liga sowie der Einzug in die Top Sechs der Champions League 2010 nach dem Erfolg über den VfB Friedrichshafen in der Runde der Zwölf.

Ein besonderer Coup gelang Kronthaler 2017 mit der Kooperation mit dem TSV Unterhaching. Als Hypo Tirol Alpenvolleys Haching startete der Sportclub mit einer Wildcard in der Deutschen Volleyball-Bundesliga. Sowohl in der Spielzeit 2017/18 als auch im folgenden Jahr wurden die Alpenvolleys Dritte. 2019/20 wurde die Saison wegen der COVID-19-Pandemie vorzeitig beendet. Nach den daraus entstandenen finanziellen Schwierigkeiten und weil für Kronthaler keine Aussicht auf Verbesserug der Lage in Sicht war, wurde das Projekt beendet.

Das Innsbrucker Team hatte während der gesamten Zeit mit seiner zweiten Mannschaft in der Liga zwei in Österreich gespielt und blieb bis einschließlich 2022 in dieser Spielklasse. Ab da ging es in der Beletage Österreichs wieder weiter und das Hypo Tirol Volleyballteam Innsbruck gewann gleich Meisterschaft und Pokal. Nach dem erneuten Meistertitel 2024 ging es anschließend in die national erfolgreichste und gleichzeitig letzte Spielzeit im professionellen Volleyball. Erfolgreich durch die Perfect Season ohne eine einzige Niederlage in der Liga und den Gewinn des Triples aus Meisterschaft, Pokal und Supercup. Die letzte Spielzeit, weil sich die finanzielle Lage nach der Episode in der deutschen Spielklasse eher noch verschlechtert hatte. Der Verein wurde jedoch nicht gänzlich aufgelöst. Die Jugendarbeit wird weitergeführt und wenn es Sinn macht (Worte von Kronthaler) auch ein Team der jungen Spieler in der zweiten Liga gemeldet.

Privates Im Alter von neunzehn Jahren verließ der Sportler seine Heimat, um in der Landeshauptstadt Betriebswissenschaften zu studieren. 1993 kehrte er zurück, um in der von seinem Großvater gegründeten und später von seinem Vater geleiteten Firma mitzuarbeiten. Seit 2007 ist der Betriebswirt und Ingenieur alleiniger Geschäftsführer der Ing. Hans Lang GmbH. Sein Sohn Niklas Kronthaler ist ebenfalls Nationalspieler, mehrmaliger Landesmeister und Pokalsieger.

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