Die Hessischen Blätter für Volksbildung (HBV) sind das erwachsenenpädagogische Fachorgan des Hessischen Volkshochschulverbandes e.V. (hvv) für Theorie und Praxis der Erwachsenen- und Weiterbildung mit häufigem Bezug zu Volkshochschulen.

Sie erscheinen als Fachzeitschrift der Erwachsenen- und Weiterbildung in Hessen seit 1950. Die HBV erscheinen seit 2020 als Open-Access-Zeitschrift.

Geschichte Seit 1950 bietet die Zeitschrift HBV einen Publikationsort für Theorie und Praxis der Erwachsenen- und Weiterbildung. Die Zeitschrift erschien in ihren ersten sieben Jahrgängen zunächst monatlich unter dem Namen Volksbildung in Hessen, bevor sie sich unter dem Namen „Hessische Blätter für Volksbildung“ etablierte.

In einer Studie aus dem Jahr 2006 zitiert Christina Müller Befragte unter anderem wie folgt: „Report ist wohl am wichtigsten, gefolgt von HBV.“ Die beiden Zeitschriften werden als Standardlektüre bezeichnet: „Der Report wird zum Standard bei den Erwachsenenpädagogen. Die Hessischen Blätter wohl auch.“

In verschiedenen Jubiläumsausgaben der HBV ist die Geschichte und Entwicklung des einschlägigen Fachorgans dargestellt und auch Gegenstand von Analysen und Kommentaren. Zuletzt war das 2025 zum 75. Jubiläum der Fall.

Konzept Den aktuellen Vorsitz der Redaktionskonferenz haben gemeinsam Bernd Käpplinger (Gießen) und Steffi Robak (Hannover) inne.

Die Mitglieder der Redaktionskonferenz sind aktuell (Stand: Juli 2026): Martin Dust (Potsdam); Birte Egloff (Frankfurt/M.); Christiane Ehses (Frankfurt/M.); Timm C. Feld (Wetzlar); Julia Franz (Bamberg); Bernd Käpplinger (Gießen); Jürgen Küfner (Dresden); Steffi Robak (Hannover); Claudia Kulmus (Hamburg); Berbel Unruh (Hannover); Matthias Alke (Tübingen).

Das Peer-Review-Verfahren Die Hessischen Blätter praktizieren seit 2011 ein Double-blind Peer-Review-Verfahren für die Artikel im wissenschaftlichen Teil der Zeitschrift. Alle theoretisch-konzeptionellen und empirischen Beiträge, die eingereicht werden, durchlaufen ein anonymisiertes Begutachtungsverfahren. Nach externen Reviews behält sich die Redaktionskonferenz die finale Entscheidung über Veröffentlichung oder Ablehnung vor. Die Beiträge aus der Praxis werden in der Redaktionskonferenz diskutiert, wo ebenfalls über etwaige Überarbeitungshinweise, die Annahme oder die Ablehnung entschieden wird. Bei jedem Artikel aus Wissenschaft oder Praxis wird sowohl in der Print- als auch Onlineausgabe am Ende des Artikels vermerkt, wie das genaue Begutachtungsverfahren aussah.

Finanzierung Seit 2003 erscheinen die HBV bei dem Verlag wbv Publikation. Finanziert wird die Zeitschrift durch Abonnements der weiterhin auch rege genutzten Printausgabe sowie den Hessischen Volkshochschulverband (hvv), den Deutschen Volkshochschulverband (dvv) sowie den Niedersächsischen Volkshochschulverband.

Bezug auf Hessen und darüber hinaus Die Artikel beziehen sich oft fokussiert oder exemplarisch auf Hessen, aber sind zumeist eher allgemein mit Blick auf die deutschland- bzw. auch europa-/weltweite Lage.

Aktuelle Entwicklung Die HBV haben sich neben der Zeitschrift für Weiterbildungsforschung über die Jahrzehnte hinweg als vielfältiges Spiegelbild der Theorie- und Praxisentwicklung der deutschsprachigen Erwachsenen- und Weiterbildung etabliert. Sie sehen sich als Teil eines Trialogs zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik. HBV-Artikel wurden und werden aktuell vielfach in anderen Artikel oder Büchern zitiert oder im Studium von Studierenden für Referate, Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten genutzt.

In dem Artikel „Die Hessischen Blätter zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik“ vom Juni 2026 wird die quantitative Entwicklung der Zeitschrift HBV zwischen 2018 und 2024 präsentiert und diskutiert. Die kumulierten und im Zeitverlauf ansteigenden Downloadzahlen übersteigen mit 72.041 für die Hefte im Zeitraum von 2018 bis 2024 deutlich die Print-Abonnementzahlen, die bei unter 1.000 liegen. Die in Downloads gemessen drei beliebtesten Themenhefte sind „Didaktik? Didaktik!“ von 3/2023 mit 8.667 vor „Digitalisierung in der Erwachsenenbildung“ (3/2020) mit 7.566 und „Erwachsenenbildung im Umgang mit (Corona-)Krisen“ (2/2021) mit 6.173 Downloads. Der Artikel reflektiert außerdem über die Nutzung der online stehenden Texte der HBV durch Large-Language-Models (LLMs).

Weblinks Hessische Blätter für Volksbildung auf den WBV-Seiten Hessische Blätter für Volksbildung bei Ubiquity

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterscheinen 1950 Kategorie:Erwachsenenbildung in Hessen Kategorie:Pädagogische Fachzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Volkshochschulwesen (Deutschland) Kategorie:Deutschsprachige Vierteljahreszeitschrift Kategorie:Open-Access-Zeitschrift