Veli Silver (* 8. April 1983 in Banja Luka, SFR Jugoslawien als Velibor Barišič) ist ein slowenisch-schweizerischer bildender Künstler, Filmemacher und Aktionskünstler im Bereich der Graffiti und des Urban Activism.

Leben und Werk Veli Silver wuchs im heutigen Bosnien und Herzegowina auf. Er studierte Malerei an der Akademie für Bildende Kunst und Design Ljubljana, an der Fakultät der Bildenden Künste der Universität Porto sowie an der Zürcher Hochschule der Künste.

2007 präsentierte er das Projekt PPP Box im Essl Museum in Klosterneuburg bei Wien und wurde in Slowenien mit dem OHO Young Visual Artist Award ausgezeichnet.

Veli & Amos 2008 lernte Silver in Bukarest den Schweizer Künstler Amos Angeles kennen, mit dem er das Künstlerduo Veli & Amos gründete. Ihre gemeinsamen Arbeiten verbinden Graffiti, Performance, Musik, Malerei und Videokunst. Inhaltlich setzen sie sich mit der Nutzung des öffentlichen Raums, Marketingstrategien und Institutionenkritik auseinander.

Das Duo stellte in verschiedenen europäischen Kunstinstitutionen aus, darunter mit VELI AND AMOS LIVE IN GALLERIES im MMC Kibla (2011), der Rauminstallation Space is a Canvas – Diptych im MGML Ljubljana (2017) und der Ausstellung Draught | Veli & Amos: Style Wars 2 im +MSUM (2018).

Style Wars 2 2013 führten Veli Silver und Amos Angeles gemeinsam Regie bei dem Dokumentarfilm Style Wars 2. Der Film versteht sich als thematische Fortsetzung und Hommage an die Dokumentation Style Wars (1983) von Tony Silver und Henry Chalfant. Auf Reisen durch Europa, die Vereinigten Staaten und den Nahen Osten untersuchen die Filmemacher die Entwicklung der zeitgenössischen Street Art Szene. Zu den im Film porträtierten und auftretenden Künstlern zählen unter anderem Banksy, Shepard Fairey, Seen und JonOne.

Seit 2022 beschäftigt sich Veli Silver im Rahmen des Projekts Kunst ab Bau mit den ästhetischen und gesellschaftlichen Aspekten von Gebäuderückbauten im öffentlichen Raum Zürichs.

Zu seinen Einzelausstellungen zählt unter anderem Not a Financial Advice im Kunstraum FOMO. 2026 nahm er an der Gruppenausstellung Under the Milky Way im Kunstverein Hannover teil, die sich mit unterschiedlichen Positionen des Post Vandalismus auseinandersetzte. Im selben Jahr beteiligte er sich am Moon Jar Project bei Teo Jakob in Zürich, für das er Arbeiten auf Grundlage traditioneller koreanischer Mondgefäße (Moon Jars) schuf.

Einzelnachweise

Kategorie:Graffiti-Künstler Kategorie:Slowene Kategorie:Geboren 1983 Kategorie:Mann