Maliniak () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki. mini|Jezioro Skiertąg (Schertingsee)

Geographische Lage In idyllischer Lage zwischen Jezioro Skiertąg () und Jezioro Narie (Nariensee) liegt das kleine Dorf Maliniak im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, drei Kilometer östlich der Stadt Morąg bzw. 23 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Das Gründungsdatum des heutigen Maliniak ist nicht belegt.Dietrich Lange: Schertingswalde, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1785 wurde es als ein „adlig Dorf“ mit 19 Feuerstellen und zur Kämmerei und zum Kirchspiel Mohrungen zugehörig genannt.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Schertingswalde Im Jahre 1820 galt es als ein Kämmereidorf mit 24 Feuerstellen bei 108 Einwohnern.

Als 1874 der Amtsbezirk Himmelforth im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte Schertingswalde von Anfang an dazu und war bis 1945 eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Himmelforth

Im Jahre 1885 zählte Schertingswalde 218 Einwohner, im Jahre 1910 waren es 245. Ihre Zahl belief sich 1933 auf 215 und 1939 auf 212.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen

Als 1945 in Folge des Zweiten Weltkrieges das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen kam, erhielt Schertingswalde die polnische Namensform „Maliniak“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Maliniak 301 Einwohner.

Religion Bis 1945 war Schertingswalde kirchlich nach Mohrungen hin orientiert: zur evangelischen Kirche St. Peter und Paul in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 und außerdem zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im damaligen Bistum Ermland.

Der Bezug zur Morąg ist für Maliniak heute geblieben: zur katholischen Pfarrei St. Joseph, deren Pfarrkirche nun die vorher evangelische St.-Peter-und-Paul-Kirche ist und nun zum Bistum Elbląg gehört, und zur evangelischen Kirchengemeinde, die jetzt eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.

Verkehr Maliniak liegt an einer Nebenstraße, die in der Stadt Morąg von der Woiwodschaftsstraße 527 (einstige deutsche Reichsstraße 133) abzweigt und über Kruszewnia bis nach Gulbity führt.

Die nächste Bahnstation ist Morąg. Sie liegt an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg). Von 1894 bis 1945 war Schertingswalde selber Bahnstation.Atlas Kolejowy: Haltepunkt Maliniak Sie lag an der Bahnstrecke Osterode–Liebemühl–Mohrungen–Liebstadt–Wormditt, die nicht mehr existiert.

Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Schertingswalde

Einzelnachweise

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