mini|St. Pankratius in Bornstedt Die evangelische Kirche St. Pankratius ist eine im Kern mittelalterliche, mehrfach umgebaute Saalkirche in der Gemeinde Bornstedt bei Helbra im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Lutherstadt Eisleben in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Namensgeber ist der frühchristliche Märtyrer Pankratius.

Geschichte und Architektur Die Anlage aus im Kern mittelalterlichem quadratischem Westturm aus Bruchstein mit Eckverband und einem neugotischen Schiff mit dreiseitig geschlossenem Chor aus den Jahren 1902–1904 wurde damals aus Siebigeröder Rotsandstein auf altem Fundament neu errichtet und nach Norden erweitert. In den Jahren 2013–2017 erfolgten Dach- und Mauerwerkssanierungen mit Unterstützung der Stiftung KiBa.Informationen auf der Website der Stiftung KiBa

Aus dem ursprünglichen Bauwerk sind Reste des spitzbogigen Südportals mit spätgotischer Stabwerksrahmung und Steinmetzzeichen an die Nordseite als Sakristeitür versetzt; alle weiteren Portale wurden diesem beim Neubau stilistisch nachempfunden. In der Westwand wurde ein romanisches Relief mit der Hand Gottes eingemauert. Das Turmuntergeschoss ist mit einem Kreuzgratgewölbe abgeschlossen.

Im Schiff ist ein hölzernes Tonnengewölbe eingezogen; Emporen mit neobarocken Brüstungsornamenten sind im Westen und Norden eingebaut; über der Nordempore ist eine Flachdecke eingebaut.

Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 08097 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt eingetragen.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Altaraufsatz in Form eines Flügelaltars; der Rahmen und die Wangen sind mit Beschlagwerk verziert; die Gemälde zeigen die Grablegung Christi, in der Predella das Abendmahl; auf den Flügeln die Aufrichtung der ehernen Schlange und die Taufe Christi, auf den Rückseiten der Flügel Petrus und Paulus, darüber die Himmelfahrt Christi, vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine schlichte hölzerne Kanzel und die sechseckige steinerne Taufe mit Engelsköpfchen an der Schale gehören ebenfalls zu den Hauptstücken der Ausstattung.

Die Orgel ist ein Werk von Wilhelm Rühlmann aus dem Jahr 1904 mit 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal.Werkverzeichnis der Firma Rühlmann

Im Chor ist eine neugotische Fensterverglasung eingebaut, die Petrus und Paulus zeigt. In der Sakristei befindet sich ein hölzerner rechteckiger Epitaphrahmen mit reichem Beschlagwerk und Wappendekor; das zugehörige Ölgemälde vom Anfang des 17. Jahrhunderts mit Darstellung der Ruhe auf der Flucht nach Ägypten ist verschollen.

Mehrere stark verwitterte barocke Grabsteine sind auf dem Kirchhof erhalten.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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