Robert Dwain „Bobby“ Clark (* 13. November 1944 in Seattle, Washington; † 14. November 2021 in Ferndale, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Kinderdarsteller, der von 1949 bis 1964 aktiv war.

Clark wird gelegentlich mit dem mit dem 1937 geborenen Stuntman und Schauspieler Robert Eugene „Bobby“ Clark verwechselt.

Leben Clark war der Sohn von Jean Carrol Dahl aus Tacoma und Robert Boyd Clark (geb. Childers) aus Moscow. Bereits im Alter von fünf Jahren nahm er Akkordeonunterricht und trat öffentlich auf. So trat er während des Koreakriegs mit USO‑Truppen in der Region Seattle auf und hatte bereits mit acht Jahren wöchentlich zwei Bühnenauftritte in einem Nachtclub. Um seine Karriere zu unterstützen, zog die Familie in den 1950er-Jahren Los Angeles.

Als Jugendlicher wandte er sich Banjo und Gitarre zu und war männlicher Cheerleader und Senior Class President an der Earl Warren High School in Downey, die er 1962 abschloss. Anschließend studierte er Theater- und Kommunikationswissenschaft an der University of Washington, wurde jedoch vor dem Abschluss zum Militär eingezogen. Nach der Grundausbildung in Fort Ord diente er als Sanitätskorpssoldat der United States Army in Kalifornien und Texas, schrieb für die Bataillonszeitung und hatte weiterhin Auftritte; im Jahr 1968 wurde er ehrenhaft entlassen.

Nach seiner Rückkehr nach Los Angeles arbeitete er in verschiedenen Vertriebsjobs und spielte nebenbei Theater. In den 1980er-Jahren lernte er seine spätere Ehefrau Virginia „Vikki“ Cooley Young am Coronado Playhouse in Coronado kennen (einige Quellen nennen als Name auch Victoria Isabella Cooley). Mitte der 1990er-Jahre folgte er ihr nach Ferndale im Humboldt County in Nordkalifornien, wo das Paar am 25. Oktober 1997 heiratete und in einem viktorianischen Haus von 1895 lebte. Später holte Clark auch seine Eltern zu sich.

Seine Mutter starb im Jahr 2013. Im Jahr 2021 verlor er am 6. Januar seine Ehefrau und am 15. April seinen Vater. Die Trauer führte zu einem Einbruch seiner Gesundheit. Clark starb am 14. November 2021, einen Tag nach seinem 77. Geburtstag. Er hinterließ zwei Stiefkinder, Carolyn und Joseph. Einige Quellen nennen als Sterbeorte auch Eureka und Fortuna.

Karriere In Los Angeles wurde Clark von der Talentagentin Lola Moore unter Vertrag genommen und hatte seinen ersten Fernsehauftritt in einem Werbespot, der in Werbepausen von The Lone Ranger gezeigt wurde.

Zwischen 1954 und 1959 arbeitete er für Screen Gems und war in zahlreichen Fernsehserien zu sehen, darunter Ihr Star: Loretta Young (The Loretta Young Show), Die Texas Rangers, Abenteuer im wilden Westen (Dick Powell’s Zane Grey Theatre), Alfred Hitchcock präsentiert, The Danny Thomas Show, Perry Mason und Lassie. 1957 spielte er eine durchgehende Rolle in der Fernsehserie Casey Jones (auch: Casey Jones, der Lokomotivführer), wo er in allen 32 Folgen an der Seite von Alan Hale Jr. zu sehen war und die ihn einem breiten Fernsehpublikum bekannt machte. Auch im Film und auf der Leinwand hatte er Rollen, unter anderem in Die zehn Gebote, Der Rebell von Arizona (Rebel in Town), Die Dämonischen, Menschenraub und 1956 an der Seite von Gene Kelly im Film Straße des Glücks (The Happy Road), der im Frankreich gedreht wurde. Letzte Auftritte vor der Kamera hatte er 1964 in Meine drei Söhne.

Nach dem Ende seiner Karriere vor der Kamera wandte er sich dem Theater zu, zunächst in Südkalifornien. Später war er über Jahrzehnte in Ferndale als Schauspieler aktiv und prägte gemeinsam mit seiner Ehefrau zahlreiche Produktionen des Ferndale Repertory Theatre.

Im Jahr 2012 war er Gast beim Memphis Film Festival „A Gathering of Guns 4: A TV Western Reunion“ in Olive Branch, Mississippi und Gast des „Casey Jones Museum“ in Jackson, Tennessee. Seinen Arbeitsalltag als Kinderdarsteller schilderte er im Jahr 2016 rückblickend in einem Interview: „Wochenendzustellung von zwei Drehbüchern, […] jeweils zweieinhalb Drehtage pro Folge, kombiniert mit drei Stunden Unterricht und drei Stunden Arbeit täglich.“

Im deutschen Sprachraum wurde Clark unter anderem von Helo Gutschwager, Julien Haggège, Roland Kaiser, Oliver Rohrbeck und Karl Schulz synchronisiert.

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl) 1960–1989: Theateraufführungen im Los Angeles County 1989–1994: Theateraufführungen im San Diego County ab 1997: Theateraufführungen im Humboldt County Damn Yankees! (Hanna Theatre, Cleveland, Ohio)

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Einzelnachweise

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