Conchentopyx granulosa ist eine Muschel-Art aus der Familie der (Lasaeidae). Es ist die Typusart und einzige Art der Gattung Conchentopyx Barnard, 1964. Das Gehäuse ist bei dieser Art völlig vom Mantel umschlossen, und es kann auch nicht mehr geschlossen werden. Der Fuß ist zu einem Kriechfuß umgewandelt.

Merkmale Der Mantel umschließt das Gehäuse vollständig und die äußeren Maße des Tieres (Länge und Breite) sind deutlich größer als die Maße des Gehäuses. Die beiden Klappen sind weit geöffnet und stehen in einem Winkel von etwa 120° zueinander. Das Tier misst 8 mm in der Länge und 5 mm in der Breite; die Höhe (ohne den hervorstehenden Fuß) ist 3 mm. Die Klappen sind leider zerbrochen und maßen ursprünglich 5 bis 5,5 mm in der Länge (Höhe nicht angegeben). Sie sind ungleichseitig, der Wirbel (Umbo) sitzt im vorderen Viertel. Die beiden Klappen schimmern auf der Rückenseite durch den Mantel hindurch. Eine Byssusöffnung ist vorhanden, aber keine Byssusfurche. Der Schlossrand ist leicht verdickt; es sind keine Zähne vorhanden. Die Form und Position der Schließmuskeln waren nicht auszumachen.

Die Schale ist dünn, undurchsichtig weiß, aber mineralisiert. Der äußere Rand der Klappen ist glatt, nicht gezähnt. Die Außenseite zeigt deutliche Anwachsstreifen sowie schwache radiale Streifen. Der Prodissoconch ist kreisförmig, hervortretend und glatt.

Der Weichkörper ist blass und in Rückenansicht eiförmig. Er ist hinten etwas breiter als vorne. Der Mantel bedeckt die Schale vollständig, er ist in der Mitte des Rückens dünn und durchscheinend, an den Rändern verdickt, wobei der Mantelrand über den Klappenrand geschoben ist. Die Oberfläche ist zottig-gekörnt. An der Ventralseite öffnet sich die Öffnung für den Fuß über etwa zwei Drittel der Länge. Der Fuß ist zu einem Kriechfuß umgewandelt. Die Fußsohle weist Querfalten auf. Am Hinterende ist eine kleine Anal- (oder Siphonal-) Öffnung vorhanden. Am hinteren Fußende ist die Öffnung für den Byssus deutlich ausgeprägt; es ist aber keine Byssusfurche vorhanden. Es sind zwei Paar Labialpalpen ausgebildet. Auf jeder Seite befindet sich eine Kieme.

Unterschiede Die Art unterscheidet sich von Arten der Gattung Entovalva (Voeltzkow, 1890) dadurch, dass das Gehäuse noch vorhanden ist. Der Mantel ist bei den Arten der Gattung Endovalva zu einem Analsiphon verlängert. Der Mantel ist sehr dick.

Geographische Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise Die Art wurde bisher nur vom Locus typicus nachgewiesen; die Langebaan-Halbinsel in der Saldanha Bay (Südafrika) vor. Die Art lebt dort in ufernahen Bereichen (Litoral).

Taxonomie Das Taxon wurde 1964 von Keppel Harcourt Barnard aufgestellt. Es ist die einzige Art und damit auch die Typusart der Gattung Conchentopyx Barnard, 1964. Gattung und Art werden von der MolluscaBase als valide Taxa akzeptiert. Der Holotyp wird im Zoologischen Institut der Universität Kapstadt aufbewahrt.

Belege Literatur Keppel Harcourt Barnard: Two new genera of Erycinacea (Bivalvia) from South Africa. Proceedings of the Malacological Society of London, 36: 33–37, London 1964 PDF

Einzelnachweise MolluscaBase: Conchentopyx granulosa Barnard, 1964

Kategorie:Lasaeidae (Familie) Kategorie:Lasaeidae