Avatar Aang: Der Herr der Elemente (im Original Avatar Aang: The Last Airbender) ist ein US-amerikanischer Fantasy-Zeichentrickfilm von Regisseurin Lauren Montgomery.
Es handelt sich um eine Fortsetzung der Fantasy-Zeichentrickserie Avatar – Der Herr der Elemente (2005–2008), die am 25. Juli 2026 auf dem Streaminganbieter Paramount+ veröffentlicht wurde. In den USA erfolgte vom 24. Juli 2026 bis zum 31. Juli 2026 zudem eine limitierte Kinoveröffentlichung.
Handlung Dreizehn Jahre nachdem Avatar Aang Feuerlord Ozai besiegt und somit den hundertjährigen Krieg beendet hatte, hilft er bei der Begründung der Stadt Republika, die einen sicheren Hafen für Angehörige aller Nationen darstellen soll. Bei der Restoration eines zerstörten Lufftempels wird Aang einige Zeit später von einer mysteriösen Gruppe von Nichtbändigern namens Die Zurückgelassenen angegriffen, die nach einem Artefakt in Verbindung mit Avatar Sonam suchen. Obwohl Aang die Angreifer zurückschlagen kann, ist er alarmiert und sucht seine Freundin Katara auf, die inzwischen als Repräsentantin von Republika fungiert.
In Sorge um die Zukunft der Luftnomaden konsultiert Aang Avatar Xian, einen der früheren Avatare, der ihm Einsicht in die Geschichte von Avatar Sonam gewährt: Einst selbst eine Luftbändigerin, konnte Sonam mittels ihres Stabes Energie aus der Geisterwelt nutzen, um dem Träger des Stabes immense Macht zu verleihen. Im Glauben, dass sich die Zurückgelassenen den Stab zu sichern versuchen, rekrutiert Aang ebenfalls seine alten Freunde neben Katara – ihren Bruder Sokka, der zwischenzeitlich zum Südlichen Wasserstamm zurückgekehrt war, die Erdbändigerin Toph Beifong, die nun neue Erdbändiger trainiert, sowie Feuerlord Zuko, Ozais Sohn und neuen Herrscher der Feuernation, um der Bedrohung entgegenzutreten.
Als die Gruppe den Berg Baihu erreicht, auf dem sich der Stab Sonams scheinbar befinden soll, stoßen sie stattdessen auf einen im Eis eingefrorenen Unbekannten. Nachdem sie ihn retten, stellt er sich als Tagah vor, ein Nichtbändiger, dem einst durch Sonam die Kräfte eines Luftbändigers gewährt wurden. Auf Bitten Tagahs stimmt Aang trotz Bedenken seitens Katara schließlich zu, ihn auf eine Insel im Unendlichen Ozean zu begleiten, wo sich der Stab tatsächlich befindet. Während der Reise lehrt Tagah Aang weitere Techniken der Luftnomaden, die im Verlauf der Jahre verloren gingen, wodurch Aang wieder Hoffnung schöpft, die Luftnomaden zurückbringen zu können. Tagah zeigt sich allerdings wenig erfreut hinsichtlich der anderen Nationen. Als die Gruppe in den Sturm gerät, der die Insel umgibt, werden sie von den Zurückgelassenen angegriffen, wobei diese ultimativ der Gruppe unterlegen sind. Kataras Bedenken hinsichtlich Tagah wachsen infolgedessen, als dieser zunehmend rücksichtslos agiert. Durch ihre Kräfte bereiten Aang und Tagah kurz danach einen sicheren Pfad durch den Sturm.
Auf der Insel angekommen, nutzt Aang alle vier Elemente, um an den Stab zu gelangen. Katara konfrontiert unmittelbar danach Tagah, der nun sein wahres Gesicht preisgibt, sich gegen die Gruppe stellt, diese überwältigt und Aang zu Übergabe des Stabes zwingt, womit er die Überlegenheit der Luftbändiger sicherstellen und ein neues Luftimperium erschaffen will. Nachdem Tagah fliehen kann, erscheint Aang der Geist von Avatar Sonam, welche ihn über die Umstände von Tagahs Fall aufklärt: Einst wurden die Luftbändiger während des Aufstiegs des Erdkönigreichs abgeschlachtet, wodurch Tagah ein tief sitzendes Trauma entwickelte, weswegen er als Konsequenz von Sonam eingesperrt wurde und diese ihren Stab versteckte. Katara gelingt es Sokka, Toph und Zuko mittels ihres Wasserbändigens zu heilen, ehe sie mit Aang durch den Geist des Meeres ein Portal in die Geisterwelt beschreiten können.
Die Geisterwelt in einem Zustand des Ungleichgewichts vorfindend, entschließt sich die Gruppe, den Geist Gorillavark um Hilfe zu bitten, der ihnen schließlich die Rückkehr nach Republika ermöglicht. Während Katara, Sokka, Toph und Zuko die nun mit Luftbändiger-Kräften ausgestatteten Zurückgelassenen in Kämpfe verwickeln, stellt sich Aang Tagah und kann im Verlauf des Kampfes den Stab wieder an sich nehmen. Als Tagah ihm jedoch vorwirft, beim Beschützen der Luftbändiger versagt zu haben, verfällt Aang in einen korrumpierten Avatarzustand, dessen zerstörerische Kraft ihn zu übernehmen droht. Bevor Aang aber den tödlichen Schlag ausführen kann, erinnert er sich an vergangene Unterhaltungen mit seinem Ziehvater Mönch Gyatso, und vernichtet stattdessen Sonams Stab. Infolgedessen verlieren die Zurückgelassenen ihre Kräfte und Tagah löst sich auf. Bevor er gänzlich verschwindet, kann er von Aang überzeugt werden, sich selbst zu vergeben, wodurch Aang sich ebenfalls gibt.
Einige Zeit nach den Ereignissen errichtet Aang einen neuen Lufttempel in der Nähe von Republika und erkennt bei einem abschließenden Gespräch mit Avatar Sonam, dass es die Werte der Luftbändiger und nicht ihre Kräfte seien, die das Vermächtnis der Luftnomaden bilden und auch an künftige Generationen weitergegeben werden können. In Begleitung seiner Freunde empfängt Aang später potentiell künftige Luftnomaden und entdeckt eine Gruppe von Himmelsbisons, einst die ersten Luftbändiger.
Produktion Hintergrund und Stab Im Juni 2022 wurde Lauren Montgomery als Regisseurin des Films bekannt gegeben, welche zuvor bereits an der Zeichentrickserie als Storyboard Artist mitgewirkt hatte. Konietzko und DiMartino produzierten den Film neben den neu gegründeten Avatar Studios. Im April 2025 erhielt der Film mit The Legend of Aang: The Last Airbender seinen offiziellen Titel, der jedoch später in Avatar Aang: The Last Airbender geändert wurde.
Das Filmbudget belief sich auf etwa 80 Millionen US-Dollar.
Besetzung und Musik Auf der CinemaCon im April 2024 wurden mit Eric Nam, Jessica Matten, Román Zaragoza und Dionne Quan sowie Dave Bautista erste Schauspieler für die Originalfassung verpflichtet. Steven Yeun schloss sich als Zuko der Besetzung an, während Nam, Matten, Zaragoza und Quan jeweils als Stimmen von Aang, Katara, Sokka und Toph Beifong bestätigt wurden. Bautista wurde derweil für den Luftbändiger Tagah besetzt.
Weitere Sprecher umfassen Taika Waititi als Gorillavark, Geraldine Viswanathan als Kallak, Ken Jeong als Kohlkopfhändler, Freida Pinto als Avatar Sonam, Ke Huy Quan als Avatar Xian, Peta Sergeant als Jie, Keone Young, Ronny Chieng und Dee Bradley Baker, welcher erneut dem Himmelsbison Appa sowie Momo seine Stimme leiht.
Die Filmmusik komponierte Jeremy Zuckerman, der bereits den Soundtrack zur Zeichentrickserie beigesteuert hatte.
Animationsstil Der Animationsstil des Films kombiniert von Hand gezeichnete 2D-Figuren mit 3D-animierten Umgebungen.
Veröffentlichung Avatar Aang: Der Herr der Elemente wurde am 25. Juli 2026 auf dem Streaminganbieter Paramount+ veröffentlicht. Zuvor waren Starttermine im Oktober 2025, im Januar 2026, und im Oktober 2026 vorgesehen, wobei der Film im Kino veröffentlicht werden sollte. Im Dezember 2025 entschied sich Paramount hingegen, den Film direkt via Streaming zu veröffentlichen.
Mitte Juli 2026 wurde bekannt, dass der Film eine limitierte Kinoveröffentlichung in New York City sowie Los Angeles erhält, um sich für Preisverleihungen zu qualifizieren.
Die Veröffentlichung von Avatar Aang: Der Herr der Elemente auf DVD und Blu-ray erfolgt am 3. November 2026.
Synchronisation Die deutschsprachige Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Christian Zeiger bei Iyuno Germany. Zeiger hat bereits bei der ersten Staffel der Netflix-Realserienadaption diese Rollen übernommen.
Während für die englische Fassung alle Figuren neu besetzt wurden, wurden in der deutschen Fassung erneut die Sprecher der Zeichentrickserie verpflichtet. Als junger Aang, Avatar Roku und Mönch Gyatso wurden erneut die Sprecher aus der Netflix-Serie engagiert. mini|hochkant|Dave Bautista leiht dem mysteriösen Luftbändiger Tagah seine Stimme. Rolle Originalsprecher Deutscher Sprecher Avatar Aang Eric Nam Johannes Walenta Sander Argabrite (jung) Tom Kanty Katara Jessica Matten Julia Kaufmann Sokka Román Zaragoza David Turba Toph Beifong Dionne Quan Marie-Luise Schramm Feuerlord Zuko Steven Yeun Sebastian Schulz Tagah Dave Bautista Tilo Schmitz Jie Peta Sergeant Birte Baumgardt Gorillavark Taika Waititi Marius Clarén Kallik Geraldine Viswanathan Jill Böttcher Yuddah Jonathan Ohye Bernd Egger Hong Vic Chao Lasse Dreyer Kohlkopfhändler Ken Jeong F.G.M. Stegers Avatar Sonam Freida Pinto Dorette Hugo Avatar Xian Ke Huy Quan Michael Pan Avatar Roku Keone Young Frank Röth Mönch Gyatso François Chau Lutz Mackensy Bote der Feuernation Ronny Chieng Nico Sablik Appa / Momo Dee Bradley Baker –
Rezeption Kritiken Bei Rotten Tomatoes überzeugte Avatar Aang: Der Herr der Elemente 90 % der 48 erfassten Kritiken. Auf Metacritic erhielt der Film basierend auf 13 gelisteten Rezensionen einen Metascore von 68 von 100 möglichen Punkten.
Positiv zeigte sich Rendy Jones von RogerEbert.com, der neben der Animation und der Actionsequenzen auch die Tiefe des Films lobte, die durch Aang und Tagah geformt werde; dennoch opfere der Film durch sein visuelles Spektakel die Charakterisierungen seiner Nebenfiguren, wobei die Dialoge teilweise zu sehr auf Exposition setzten. Zu einem kritischen Fazit hingegen gelangte Wilson Chapman von Indiewire und befand, dass der Film zwar die Schönheit der Originalserie, jedoch nicht deren Tiefe einfange; größte Schwächen zeigten sich auf der Ebene rund um Aang und seine Freunde sowie die Antagonisten, die denen der ersten Staffel aus Die Legende von Korra (2012–2014) ähnlich seien und ähnlich nicht gerecht werden würden.
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Zeichentrickfilm Kategorie:Fantasyfilm Kategorie:Abenteuerfilm Kategorie:Actionfilm Kategorie:Paramount+