Götz Oelschlägel (* 5. Februar 1927 in Dresden; † 29. Mai 1969 in Kleinmachnow bei Potsdam) war ein deutscher Dokumentarfilmregisseur.
Leben Götz Oelschlägel besuchte die Fletcher-Schule in Dresden und wurde Flakhelfer im Zweiten Weltkrieg.Jordan, Schenk, 1996, S. 420, mit weiteren biographischen Angaben 1945 konnte er sein Abitur ablegen und machte danach eine Schauspielausbildung. 1949 war er Regisseur am Landestheater Neustrelitz.Theaterdienst, Henschel, Berlin 1950, S. 23 (kurzer Auszug); zur Inszenierung Die Sonnenbrucks, ab dem 9. September; auch in Otto Mellies, An einem schönen Somnermorgen ... Erinnerungen, Das Neue Berlin, Berlin 2010, S. 23
Ab 1955 drehte Götz Oelschlägel Dokumentar- und Lehrfilme beim DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme in Potsdam-Babelsberg, meist zu pädagogischen Themen. Seine Aufklärungsfilme für Eltern Beziehungen zwischen Jungen und Mädchen (1964) wurden wegen ihrer Offenheit auch in späteren Jahren noch in der wissenschaftlichen Literatur rezipiert.Anja Laukötter, Sex – richtig! Körperpolitik und Gefühlserziehung im Kino des 20. Jahrhunderts, Wallstein, Göttingen 2021, S. 462, und öfter; auch in dies., One Feels so Much in These Times! Emotioal Education ... in Early 1960's GDR, in Christian Bonah, dies. (ed.), Body, Capital and Screens, 2005, pp. 187–196; mit ausführlichen DarstellungenKlaus Trummer, Unter vier Augen gesagt. Fragen und Antworten über Freundschaft und Liebe, Neues Leben, Berlin 1968, S. 347 (kurzer Auszug.) Encounters between Boys and Girls DEFA Film Library, Amherst 1956 war er in Indien und 1966 im Sudan, von wo er mehrere Reportagen für Kinder mitbrachte.
1969 starb Götz Oelschlägel im Alter von 42 Jahren, nachdem er kurz zuvor noch einen Film fertiggestellt hatte.
Filmografie
Regie
Götz Oelschlägel schrieb auch die Drehbücher für die meisten seiner Filme. (Dazu war er bei einigen weiteren Kurzfilmen als Sprecher, Drehbuchautor oder Regieassistent beteiligt.) 1955 3 entscheidende Tage 1956 Ein heißes Eisen 1956 Messe in Delhi 1956 Sieg Indien (Dshai Hind) 1956 Kostbarkeiten indischer Kunst 1956 Vom indischen Alltag 1957 Ein Schuß ins Schwarze 1957 Bärbel kauft eine Puppe 1958 Von Röntgen und seinen Strahlen 1958 Beispiel der Zentralen Mittelschule Podelzig 1958 Beispiel der Comenius-Mittelschule in Karl-Marx-Stadt 1958 Wann wir schreiten Seit’ an Seit‘ 1959 Wenn das Leben Lehrmeister wird ... 1959 Was wir nie erfahren werden 1959 Kämpfende Kunst 1960 Sieben Kumpel, eine Kamera 1960 Ich singe den Frieden 1961 Das Protokoll 1961 Sternchen ausverkauft 1961 Darf ich Ihnen keine anbieten 1962 Und sieht wieder die Welt 1963 Geburtsort Magdeburg 1964 Weil ich kein Kind mehr bin 1964 Sagst Du‘s Deinem Kinde? 1964 Partner 1965 Keine Scheu vor heiklen Fragen 1965 Lochkartentechnik 1966 Geburtstag 1966 Brunnen. 1. Teil 1966 Im Wüstencamp 1966 Musawwarat 1966 Notiert im Sudan 1967 Dialog mit einem Grenzsoldaten 1968 Agra 68 1968 Kontakt 1969 Der Held bin ich
Literatur Günter Jordan, Ralf Schenk (Hrsg.): Schwarzweiß und Farbe. DEFA-Dokumentaefilme 1946–92. Berlin 1996. S. 420, 454
Weblinks Götz Oelschlägel Filmportal Götz Oelschlägel Dokumentarfilmgeschichte
Einzelnachweise
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