mini|Pfarrkirche St. Marien in Marl-Lenkerbeck St. Marien in Marl-Lenkerbeck nordwestlich von Dortmund in Nordrhein-Westfalen ist die römisch-katholische Hauptkirche der Großpfarrei St. Franziskus (Marl). Sie steht unter dem Patrozinium der Gottesmutter Maria und gehört zum Kreisdekanat Recklinghausen im Bistum Münster. Das denkmalgeschützte Gotteshaus im Stil der Moderne ist ein Zentralbau mit Campanile und hat 400 Sitzplätze.
Geschichte Die Bauerschaft Lenkerbeck erhielt 1747 die Genehmigung zum Bau einer Kapelle. 1780 erfolgte die förmliche Zustimmung zur Errichtung einer gestifteten Vikarie. Weil die Stelle wegen zu geringer finanzieller Mittel unbesetzt blieb, wurde die Vikarie 1793 mit der Schule zu Lenkerbeck, Lönrup und Natrop-Hüls verbunden. 1832 musste die Schulvikarie aufgelöst werden. 1906 wurde der Seelsorgebezirk Lenkerbeck von St. Peter (Recklinghausen) abgepfarrt und in ein selbstständiges Pfarrrektorat sowie 1949 in eine Pfarrei erhoben.
Baubeschreibung Weil die Vorgängerkirche in Lenkerbeck im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, entstand 1962–63 nach den Plänen des Architekten Albert Brenninkmeyer (Aachen) das aktuelle Gotteshaus.
St. Marien ist ein moderner Zentralbau auf elliptischem Grundriss mit großen Fensterflächen und mit geklappter Decke unter einem flachen Helmdach. Der umlaufende Sockelbau fasst vier Andachtskapellen sowie Zugänge und die Sakristei. Der Chor als integrierte Altarinsel liegt im Nordosten. Der abseits stehende, 37 m hohe Glockenturm im Südosten hat einen quadratischen Grundriss und einen stumpfen Abschluss. Die Kirche ist ein Skelettbau aus Stahlbeton mit Verglasung und gelber Ziegelausmauerung.
Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1965, das 1979 entstandene und 1987 umgebaute Pfarrheim sowie der 1967 eröffnete und 1978 erweiterte Kindergarten I und der Kindergarten II von 1968. Das Gotteshaus steht seit dem 30. November 2022 mit der Denkmalnummer 45 in der Liste der Baudenkmäler in Marl.
Strukturentwicklungen 2003 wurden die Gotteshäuser St. Barbara (Marl-Hamm), Christus König (Marl-Sickingmühle) und die 2006 profanierte Kirche St. Konrad (Drewer) zur neuen Gemeinde St. Franziskus (Marl) zusammengeschlossen. Am 2. Dezember 2007 erfolgte die Zusammenlegung der Pfarreien Herz Jesu (Hüls), Liebfrauen (Sinsen) und St. Marien (Lenkerbeck), die dabei die neue Pfarrkirche wurde.
Durch Fusion der Gemeinden St. Franziskus (Marl) und St. Marien (Lenkerbeck) zu Pfingsten 2016 entstand die neue Großpfarrei St. Franziskus mit der Hauptkirche St. Marien.
Am 1. Januar 2024 schlossen sich im Kreisdekanat Recklinghausen die Pfarreien St. Franziskus (Marl), Heilige Edith Stein (Marl) und St. Sixtus (Haltern am See) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Haltern-Marl“.
Glocken Im Campanile von St. Marien hängen die folgenden drei Kirchenglocken aus Bronze.
Glocke 1: Schlagton: d″; Ø 67 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1976 Glocke 2: Schlagton: e″; Ø 58 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1950 Glocke 3: Schlagton: g″; Ø 50 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1950.
Orgel St. Marien in Lenkerbeck besitzt eine elektronische Orgel.
Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Website von St. Marien (Lenkerbeck) Website vom Kreisdekanat Recklinghausen
Einzelnachweise
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