mini|Darstellung des Sterns von Bethlehem Der Stern ist eine Science-Fiction-Kurzgeschichte des britischen Schriftstellers Arthur C. Clarke, zuerst veröffentlicht im Magazin Infinity Science Fiction im Jahr 1955. Die Kurzgeschichte gewann den Hugo Award im Jahr 1956 und erschien ebenfalls in der Sammlung Die andere Seite des Himmels im Jahr 1958 sowie als Titelgeschichte im Magazin Short Story International im Januar 1965. Die Kurzgeschichte beschreibt die Untersuchung der Hintergründe einer Supernova.

Handlung

Nach einer interstellaren Erkundungsmission, „dreitausend Lichtjahre zum Vatikan“, entdeckt die Besatzung eines Raumschiffes während der Rückkehr zur Erde einen von einer Supernova hinterlassenen Nebel. Daraufhin wird der Kurs zu dessen Untersuchung umgeleitet. Verantwortlich dafür ist Dr. Chandler, ein Astrophysiker und Jesuit, welcher aktuell durch eine Glaubenskrise unbekannter Ursache geht. Verstärkt wird diese durch die Entdeckung, dass eine intelligente außerirdische Zivilisation im System des explodierten Sterns beheimatet war. Auf einem weit genug entfernten Planeten, ähnlich Pluto im Sonnensystem, wird ein riesiges von ihnen errichtetes Monument entdeckt, offensichtlich mit der absichtlichen Intention, unübersehbar zu sein. Es dauert mehrere Tage, durch die extrem dicken Wände ins Innere vorzudringen. Dort wird eine riesige Sammlung der Philosophie, Wissenschaft, Geschichte und Kultur der vernichteten außerirdischen Zivilisation gefunden, welche die gesamte Besatzung sowie insbesondere Dr. Chandler zutiefst berührt und seine Krise weiter verschlimmert. Etwa waren die Außerirdischen beachtlich menschenähnlich sowie außerordentlich tiefgründig und friedlich. Wie zu erwarten war, war ihnen Generationen im Voraus bekannt, dass ihr Stern explodieren würde. Ohne die Technologie zur interstellaren Flucht blieb ihnen nur die Rettung ihres geistigen Erbes. Durch die Untersuchungen des Nebels und des Gesteins kann schließlich der exakte Zeitpunkt der Supernova ermittelt werden. Dr. Chandler ermittelt zudem, wann diese wie hell auf der Erde zu sehen war und erleidet einen Schock: „Trotzdem, oh Gott, dort waren so viele Sterne, die du hättest nutzen können. Warum war es notwendig, diese Leute dem Feuer zu übergeben, sodass das Symbol ihres Vergehens über Betlehem scheinen kann?“

Adaptionen Die Kurzgeschichte wurde in einer Weihnachtsepisode von The New Twilight Zone im Jahr 1985 umgesetzt. Das Ende wurde jedoch für eine hoffnungsvollere Note erweitert, in welcher dem schockierten Jesuiten zum Trost ein Gedicht der ausgelöschten Zivilisation vorgelesen wird: Trauere um jene, die alleine gehen, unwissend, um in Dunkelheit zu sterben und niemals die Sonne zu sehen. („Grieve for those who go alone, unwise, to die in darkness, and never see the sun.“) Arthur C. Clarke wurde bezüglich des geänderten Endes zu Rate gezogen und hatte keine Einwände. Alan Brennert, Drehbuchautor der Episode, erzählte dazu, dass einige Fans dennoch gegen die Änderung waren, jedoch diese in der Kurzgeschichte auch implizit vorbereitet würde und nicht in Konkurrenz mit ähnlichen metaphysischen Ansätzen von Arthur C. Clarke wie etwa in Die letzte Generation sei („Over the years I've taken a little bit of heat from certain fans in the science fiction community for changing the ending of this story. I actually maintain that the ending as it is in this episode is implicit in the story and is not really at odds with the kind of metaphysical work that Clarke did in Childhood's End.“)

Siehe auch

GRB 080319B, hellster aufgezeichneter Gammastrahlenausbruch am Tag des Todes von Arthur C. Clarke

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Science-Fiction-Literatur Kategorie:Kurzgeschichte Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Australische Literatur