Max Heiliger war keine Person, sondern in der Zeit des Nationalsozialismus der Name eines Sonderkontos der Deutschen Reichsbank. Es diente der Verschleierung von Raubgut. Auf dem Tarnkonto landete die Gutschreibung von Edelmetallen, die getöteten Gefangenen, vor allem Juden, in Konzentrations- und Vernichtungslagern entnommen und zum Teil verkauft wurden. Der entwendete Schmuck und das Zahngold waren von großem Wert; das Geld wurde an die Reinhardt-Fonds der SS überwiesen. Damit konnte Fritz Reinhardt auf Zwangsarbeit beruhende Industrieunternehmen finanzieren.
Kurz vor Kriegsende, am 18. März 1945, brachte der Leiter der Abteilung für Edelmetalle in der Reichsbank, Albert Thoms, die teilweise eingeschmolzenen Schmuckstücke in vielen Waggons mit der Reichsbahn nach Merkers ins Werra-Fulda-Kalirevier. Am 8. April 1945 entdeckten amerikanische Truppen den Schatz.100 Tons of Gold and Cash Found in German Salt Mine. New York Times, 8. April 1945, S. 1, 16
Das Max Heiliger-Konto gehörte zum Wirtschaftsverwaltungshauptamt. Es ging auf eine im Sommer 1942 beschlossene Geheimvereinbarung von SS-Chef Heinrich Himmler und dem Leiter der Reichsbank Walther Funk zurück.
Weblinks Von der Reichsbank zur Bundesbank S. 42
Einzelnachweise
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